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Quarz Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Quarz - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: quartz | französisch: quartz

QuarzBild 1: farbloser Bergkristall

Querz - so nannten im Mittelalter Bergleute Minerale, die kein abbauwürdiges Erz führten. Aus dem Wort Querz wurde später Quarz.

Eigenschaften von Quarz
Quarz (SiO2) ist der Klasse der Oxide zugehörig und bildet mit bestimmten Mineralen gleicher oder ähnlicher Zusammensetzung die Quarzgruppe. Vertreter der mikrokristallinen Quarze sind u.a. Achat, Chalcedon, Onyx, Karneol und Jaspis. Makrokristalline Quarze sind z.B. Bergkristall, Citrin, Amethyst, Aventurin, Falken- und Tigerauge, Rosen- und Rauchquarz. Amorphe Quarze sind bspw. Opale.
Die Farbe von Quarz ist abhängig von elementaren Beimengungen oder Kristallgitterbaufehlern sehr unterschiedlich – rosa, durchsichtig, gelb, weiß, grau, rot, grün, braun und schwarz. Die Strichfarbe, d.h. die Farbe, die erscheint, wenn man Quarz vorsichtig über ein unglasiertes Porzellantäfelchen (sog. Strichtafel) reibt, ist immer weiß. QuarzBild 2: violetter Amethyst

Quarz kristallisiert sowohl im tri- als auch hexagonalen Kristallsystem, anhand dessen Schlussfolgerungen über die Entstehung gemacht werden können. Bis 573°C ist Quarz hexagonal, bei sinkender Temperatur entsteht trigonaler, beständiger Quarz, bei 870°C geht Quarz in Tridymit über, bei 1470°C entsteht Cristobalit. Dieser Vorgang ist reversibel, das Kristallgitter nimmt wieder die ursprüngliche Struktur an, auch wenn der Habitus erhalten bleibt. Deshalb wird Quarz auch als geologisches Thermometer bezeichnet.
Der Bruch ist muschelig-uneben, die Spaltbarkeit unvollkommen. Quarze weisen eine durchsichtige bis durchscheinende Transparenz auf, der Glanz ist glasartig, auf Bruchflächen zeigt sich Fettglanz. Quarz ist mit einer Mohshärte von 7 ein hartes Mineral, das spezifische Gewicht beträgt 2,65.

QuarzBild 3: weißer Milchquarz

Entstehung und Verbreitung von Quarz
Quarz entsteht durch Kristallisation aus silikatischen Gesteinsschmelzen, ist aus diesem Grund häufig auch Bestandteil magmatischer Gesteine. Mitunter findet sich Quarz in Gängen und in Drusen.
Metamorphe und sedimentäre Gesteine können Quarz ebenso als Gemengteil und als sedimentäres Bindemittel enthalten. Steine, bei denen Quarz an der mineralischen Zusammensetzung beteiligt ist, sind unter anderem Granit, Schriftgranit, Gneis, Rhyolith, Quarzit, Trondhjemit, Diorit, Grauwacke und Sandstein.
Nach Feldspat ist Quarz das häufigste Mineral der Erde und weltweit in großen Mengen verbreitet.

Verwendung von Quarz
Quarz bzw. Quarzvarietäten sind beliebte Schmuck- und Dekorminerale. Pulverisiert wird Quarz als Zusatzstoff in Waschmittel, Zahnpasta, Farben und Glas verwendet. Desweiteren findet Quarz Einsatz als Schwingquarz in Uhren und in der Technik.

Nachweis von Quarz
Quarz ist bis auf Flusssäure in keiner weiteren Säure löslich.
Bei mechanischer Belastung lädt sich das Mineral elektrisch auf (Piezoelektrizität), erstmals festgestellt von Pierre Curie 1880. Bei Druck oder Bearbeitung in Form von Hämmern oder Sägen leuchtet Quarz gelb auf.

siehe dazu auch :
Alltägliches - Zahnpasta
Alltägliches - Quarzuhren
Der Unterschied zwischen Mineralen und Gesteinen


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*

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