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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 01.04.2022


Holmquistit

Holmquistit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: holmquistite | französisch: holmquistite


Holmquistit - Ein Amphibol

Namenspate des Minerals Holmquistit ist der schwedische Petrologe Per Johan Holmquist (1866 bis 1946).
Als Ort der Erstentdeckung gilt die Insel Üto der südschwedischen Provinz Södermanland, wo Holmquistit erstmals gefunden und von Carl Alfred Osann (1859 bis 1923, deutscher Mineraloge) im Jahr 1923 erstmals unter dem Titel "Über Holmquistit, einen Lithionglaukophan von der Insel Üto" beschrieben wurde.


Eigenschaften von Holmquistit

Holmquistit wird mit der Zusammensetzung Li2Mg3Al2Si8O22(OH,F)2 der Mineralklasse der Silikate zugeordnet; ist ferner ein Vertreter der Amphibole.

Die Farbe von Holmquistit reicht von violett bis hellblau, grau und schwarz.
Die Strichfarbe ist weiß.

Holmquistit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und bildet nadelförmige, prismatische Kristalle. Die Aggregate können körnig, säulenartig, faserig oder massig sein.

Der Glanz des lithiumhaltigen Minerals ist matt bis glasartig, dabei ist Holmquistit von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist vollkommen.

Die Mohshärte von Holmquistit beträgt 5,5 bis 6 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) bei einer Dichte von 2,95 bis 3,13 g/cm|³.


Entstehung und Verbreitung von Holmquistit

Holmquistit ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs und wird im Kontaktbereich von Amphiboliten und lithiumreichen Pegmatiten gebildet.

Die Vorkommen von Holmquistit sind dabei unter anderem mit Hornblende, Spodumen, Quarz, Plagioklas, Biotit und Turmalin vergesellschaftet.

Holmquistit ist selten, entsprechend rar sind die Fundorte wie bspw. in Schweden; Spittal und Moschkogel/Österreich; Russland; Äthiopien; Mozambique; China; Australien; Brasilien; Kanada und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Holmquistit

Da die Lagerstätten von Holmquistit nicht weltweit verbreitet sind, ist Holmquistit trotz der Lithiumgehalte nicht von wirtschaftlicher Bedeutung.


Auch interessant:


Quellen:
⇒ Osann, C. A. (1923): Über Holmquistit, einen Lithionglaukophan von der Insel Utö
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
www.mindat.org - holmquistite
www.handbookofmineralogy.org - holmquistite

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