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Chalkopyrit

Chemische Formel
CuFeS2
Bestandteile
Schwefel Eisen Kupfer
Systematik nach Strunz (2024)
Klassifikation: 2.CB.10a
Klasse: Sulfide und Sulfosalze
Unterklasse: Metallsulfide, M : S = 1 : 1 (und ähnliche)
Familie: mit Zink (Zn), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Silber (Ag) usw.

Chalkopyrit Kristalle
Chalkopyrit bzw. Kupferkies

Kupferkies und Chalkopyrit

Bevor der Name Chalkopyrit Verwendung in der mineralogischen Literatur fand, war das Mineral unter der Bezeichnung Kupferkies bekannt.
Eine der ältesten Quellen dazu findet sich bei Johann Friedrich Henckel (1678 bis 1744) wieder. Der Mineraloge beschreibt 1725 in seiner Pyritologia ausführlich die Eigenschaften von "Kupfer-Kieß".
Das Synonym Kupferkies war aber auch schon zu Zeiten des deutschen Geologen und Mineralogen Georgius Agricola (1494 bis 1555) ein Begriff; genau wie der griechische Philosoph Aristoteles (384 bis 322 v.Chr.) bereits Funde von Chalkopyrit auf der Insel Zypern beschrieb.

. Der Begriff Chalkopyrit hingegen stammt aus der Feder von Wilhelm Ritter von Haidinger (1795 bis 1871), der das MIneral unter dem Namen Chalkopyrit in einer Darstellung des "Pyramidalen Krystallsystems" abbildet.

Das Wort Chalkopyrit setzt sich aus den beiden griechischen Vokabeln für Kupfer und Feuer zusammen und bezieht sich damit sowohl auf einen Bestandteil des Minerals als auch auf die Eigenschaft, beim Anschlag feuerartige Funken zu versprühen.


Eigenschaften von Chalkopyrit

Übersicht der Eigenschaften von Chalkopyrit
EigenschaftBeschreibung
Chemische Zusammensetzung CuFeS2
Mineralklasse Sulfide und Sulfosalze
Kristallsystem
  • tetragonal
  • häufig derbe, massige Aggregate
  • selten tetraedrische oder pseudooktaedrische Kristalle
Farbe messinggelb, oft bunt angelaufen (irisierend)
Strichfarbe grünlichschwarz
Glanz metallisch
Transparenz undurchsichtig
Bruch uneben bis muschelig
Spaltbarkeit undeutlich
Mohshärte 3,5 bis 4
Dichte 4,1 bis 4,3 g/cm³

Chalkopyrit ist ein Sulfidmineral bestehend aus CuFeS2.

Üblicherweise ist Chalkopyrit von gold- bis messinggelber Farbe; mitunter kann Chalkopyrit regenbogenfarbig schimmernd anlaufen. Trotzdessen ist die Strichfarbe grünschwarz.

Chalkopyrit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem; die verzerrten Kristalle sind tetraedrisch, wenn auch von geringer Größe. Häufig sind die Kristalle miteinander zu Zwillingen oder Viellingen verwachsen. Als Aggregat tritt das Kupfermineral massig, trauben- und nierenförmig oder keilartig auf.

Der Glanz von Chalkopyrit ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist unvollkommen.

Chalkopyrit weist eine Mohshärte von 3,5 bis 4 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) auf, die Dichte beläuft sich auf 4,2 bis 4,3 g/cm³.


Chalkopyrit Zwilling
Zwei Kristalle von Kupferkies übereinander (Chalkopyrit-Zwilling, Fundort: Grube David)

Entstehung und Verbreitung von Chalkopyrit

Chalkopyrit entsteht vorwiegend pneumatolytisch oder hydrothermal in sulfidhaltigen Lagerstätten, ist deshalb häufig in vielen Gesteinen magmatischen Ursprungs enthalten.
Kupferkies kann aber auch in Sedimentgesteinen unter Redoxbedingungen gebildet werden.

Bei fortschreitendem Kontakt mit Wasser, Sauerstoff oder wässrigen Lösungen kann das Mineral in Pyrolusit, Kupferpecherz, Buntkupferkies, Chalkanthit oder Malachit übergehen.

Die Vorkommen von Chalkopyrit werden häufig von Granit, Diorit, Porphyr, Buntkupferkies (Bornit), Clarait, Elyit, Rhodochrosit, Fluorit, Baryt, Galenit, Alloklas, Kassiterit, Pyrit, Sphalerit, Quarz oder Calcit begleitet.

Aufgrund der farblichen Ähnlichkeit, des metallischen Glanzes und der Ausprägungen der Kristalle besteht Verwechslungsgefahr mit Pyrit, Markasit und Gold.

Bedeutende Chalkopyrit-Vorkommen befinden sich u.a. in Falun/Schweden; Sulitjelma, Röros, Lökken/Norwegen; Elsass/Frankreich; Sudbury, Cornwall/England; Goslar (Harz), Mansfelder Land; Freiberg (Erzgebirge), Siegerland/Deutschland; Slowakei; Agordo, Venetien/Italien; Rio Tinto/Spanien; Ostanatolien/Türkei; Ural/Russland; Kasachstan; Rumänien; Transvaal/Südafrika; Ari/Japan; Australien; Peru; Chile; Mexiko und Montana, Arizona, Idaho/USA bekannt.


Kupferkies mit Fluorit
Kupferkies (Chalkopyrit) mit Fluorit (Fundort: Pöhla, Erzgebirge)

Bedeutung und Verwendung

Chalkopyrit ist ein begehrter Rohstoff in der Kupfergewinnung. Etwa 80 % der globalen Kupferproduktion fallen auf Chalkopyrit. Auch wenn der Kupferanteil im Mineral bei etwa 34 % liegt, wird Chalkopyrit häufiger zu wirtschaftlichen Zwecken abgebaut als Cuprit, das bis zu 90 % aus Kupfer besteht. Begründet wird dieser Umstand mit der Tatsache, dass Chalkopyrit weit verbreitet ist.

Mitunter wird Chalkopyrit auch als Heilstein verkauft - auch unter Handelsnamen wie bspw. Apachengold: getrommelter Chalkopyrit aus Arizona/USA, ohne dass die Wirkung von Chalkopyrit in klinischen Untersuchungen nachgewiesen werden konnte.

Nachweis von Chalkopyrit

Chalkopyrit ist in Salpetersäure löslich, bei Kontakt mit Salzsäure kann die Mineraloberfläche angegriffen werden, indem diese farbig anläuft. In der offenen Flamme verfärbt sich Chalkopyrit grün.



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Quellen:

Autor: (steine-und-minerale.de)

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

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