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Arkose

Arkose = Feldspatreicher Sandstein

Der Name Arkose ist vermutlich lateinischen Ursprungs, da ein Teil des Wortes der lateinischen Übersetzung für Sand entspricht.
Das käme der Definition des französischen Mineralogen Alexandre Brongniart (1770 bis 1847) nahe, der 1826 in der Auvergne Arkose als Sandsteine mit sehr hohem Feldspatgehalt definierte - laut seinen Ausführungen "De l'Arcose. Caractéres minéralogiques et histoire géognostique de cette roche".
In Betracht käme aber auch ein griechischer Namensursprung: archaios wird mit alt übersetzt - bezugnehmend auf das Alter des Ausgangsmaterials von Arkosen.


Eigenschaften von Arkose

Definition: Arkose ist ein Sedimentgestein detritischer Klassifikation, deren Herkunft sowohl im Meer- als auch Süßwasserbereich begründet sein kann.

Die Farbe von Arkose variiert mit dem Mineralbestand zwischen hell- bis graubraun, graugrün, rosa und rot.

Der Definition nach ist Arkose ein Sandstein mit Feldspatgehalten von mehr als 25 %.
Die Hauptgemengteile sind dementsprechendQuarz als Quelle für Sand sowie Feldspat.

Als Nebengemengteil sind Glimmergruppenminerale, Pyrit, Chlorit, Hämatit, Baryt, Calcit und Fluorit mit einem Anteil von bis zu fünf Prozent vorhanden.

Miteinander verbunden sind die schwach verfestigten Gemengteile in einer Matrix, bestehend aus Calcit, Quarz oder Eisenoxiden.

Arkosen weisen eine mittlere bis gute Sortierung der aufbauenden Bestandteile auf, mitunter auch geschichtet oder mit Rippen versehen, die auf fluviatile Ablagerungsbedingungen schließen lassen. Eventuelle Verwechslungen mit Granit oder Gneis können bei genauer Betrachtung von Arkosen ausgeschlossen werden, da das Gestein nur schwach verfestigt ist. Die Korngröße von Arkose ist mittel- bis grobkörnig bei kantiger Kornform. Fossilien sind eine Ausnahme.


Entstehung und Verbreitung von Arkosen

Arkose entsteht durch die Verwitterung feldspatreicher Gesteine, insbesondere von Granit oder Gneis. Dabei werden Quarz-, Feldspat- und Glimmerkörner freigesetzt und als Verwitterungsschutt nur über kurze Entfernungen transportiert.
Anschließend kommt es in der unmittelbaren Umgebung des Ortes der Verwitterung zur Ablagerung der Sande und Feldspäte, die sich im Laufe der Diagenese zu einem Sandstein verfestigen.

Da Feldspäte vergleichsweise leicht verwittern, gelten Arkosen als mineralogisch unreife Sandsteine. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Feldspäte in anderen Sedimentgesteinen infolge der Verwitterung zersetzt wurden und bspw. als Serizit oder Kaolin vorliegen, wohingegen der Anteil an Feldspäten in Arkosen sehr hoch ist.
Längere Transportwege und die bloße Existenz der Feldspäte würde selbige außerdem kantenrunden und zersetzen.

Viele europäische Arkosen entstanden während des Rotliegenden vor etwa 299 bis 252 Millionen Jahren. Unter dem damals herrschenden überwiegend trocken-heißen Klima wurden die variszischen Gebirge intensiv verwittert. Zeitweilige Niederschläge transportierten den Gesteinsschutt in benachbarte Senken, wo sich die Sedimente ablagerten und schließlich zu Arkose verfestigten.

Die Fundmöglichkeiten von Arkosen sind weltweit verbreitet, z.B. in Grönland; Finnland; Wales; Vogesen/Frankreich; Schwarzwald/Deutschland und Böhmen/Tschechien.


Bedeutung und Verwendung von Arkose

Arkose wird teilweise als Baumaterial verwendet, ist aber auch wegen möglicher Mineralgehalte, insbesondere blei-, kupfer- und eisenhaltige Minerale, interessant (siehe dazu auch: Liste von Kupfer- und Eisenmineralen).


Auch interessant:
Verwitterung von Gesteinen
Merkmale von Gesteinen: Haupt- und Nebengemengteile
Die Entstehung von Sedimentgesteinen


Quellen:

  • Brongniart, A. (1826): De l'Arcose. Caractéres minéralogiques et histoire géognostique de cette roche
  • Keferstein, C. (1824): Teutschland, geognostisch-geologisch dargestellt, mit Charten und Durchschnittszeichnungen erläutert. 3. Band, 1. Heft
  • Keferstein, C. (1826): Zeitung für Geognosie, Geologie und innere Naturgeschichte der Erde, Band 1
  • Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
  • Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
  • Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
  • Schumann, W. (1994): Steine und Mineralien sammeln; finden, präparieren, bestimmen. BLV Verlag München
  • Okrusch, M. und Matthes, S. (2013): Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg

Autor: (steine-und-minerale.de)

Letzte Aktualisierung: 20.07.2026

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