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Farblose Edelsteine - Farblose Mineralien



Die Farbe von Mineralien ist ein wichtiges Merkmal, das bei der Bestimmung von Mineralien näher betrachtet wird. Bei einigen Mineralien kann man im Zusammenspiel mit der Form der Kristalle schnell auf ein bestimmtes der weltweit über 5300 bekannten Mineralien schließen.



quarz Foto
Farbloser Quarz: Bergkristall

Mineralien ohne Farbe

Farblose Kristalle sind oftmals die Reinform eines Minerals. In vielen Farben entsteht die Farbe eines Mineral durch Einflüsse von außen, wie bspw. farbgebende Fremd-Atome im Kristallgitter, aber auch radioaktive Strahlung oder Deformationen und Defekte im Bau des Kristallgitters führen dazu, dass die Welt der Mineralien bunt ist.

So ist zum Beispiel Bergkristall die reinste Form von Quarz, wohingegen die violette Farbe der Quarzvarietät Amethyst durch Eisen hervorgrufen wird, Rosenquarz rosa durch Titan, Eisen und Mangan wird und Tigerauge bedingt durch Einschlüsse von Krokydolith gold-braun ist.
Diamanten sind ebenfalls nicht nur farblos. So entstehen grüne Diamanten durch den Einfluss von Radioaktivität, während bei pinkfarbenen Diamanten unter dem Mikroskop Lamellen erkennbar sind, an denen das auf den Edelstein treffende Licht im Wellenlängenbereich von 550 nm absorbiert wird.

Bei Steinen, die zu Schmuck verarbeitet werden, steht die Qualität der Farbe und Reinheit besonders im Fokus. Da aber nicht jeder Kristall von Natur aus diese Erwartungen erfüllt und unter Umständen einen Stich in eine andere Farbe aufweist oder störende Einschlüsse von anderen Mineralien, Gasen oder Flüssigkeiten enthält, werden viele Mineralien und Edelsteine einer Schönheitsbehandlung unterzogen. Die Methoden, die dabei zum Einsatz kommen, sind verschieden und richten sich individuell nach dem Mineral, denn nicht jeder Stein spricht gleichermaßen auf jedes Verfahren der Farbkorrektur und/oder -änderung via Brennen oder Bestrahlung an.


islandic spar - Mineral und KristalleIslandspat

Farblose Mineralien – Übersicht

Die Liste der farblosen Mineralien ist lang. Zu den bekanntesten und im Handel am häufigsten zum Verkauf angebotenen farblosen Edelsteinen und Mineralien zählen Diamanten, Bergkristall, Zeolithe, Marienglas und Selenit, Topas sowie der im Labor gezüchtete Kunstkristall Zirkonia.

Liste ist nicht vollständig:


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Quellen:
⇒ Mohs, F. (1822): Grund-Riß der Mineralogie. Erster Theil. Terminologie, Systematik, Nomenklatur, Charakteristik
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten, Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München

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Letzte Aktualisierung: 27. April 2021




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