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Calcit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Calcit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: calcite | französisch: calcite



Calcit
Bild 1: kugelförmiger Calcit aus Rumänien


Der Name Calcit stammt ursprünglich aus dem Griechischen und wurde im Laufe der Jahre latinisiert. In beiden Sprachen wird der Wortstamm von Calcit mit Kalk übersetzt.



Eigenschaften von Calcit

Calcit oder auch Kalkspat zählt mit der chemischen Zusammensetzung CaCO3 zu den Carbonatmineralen.
Die eigentliche Farbe von Calcit ist weiß oder farblos. Beimengungen von verschiedenen Elementen wie Zink, Blei, Kobalt (Kobaltcalcit), Magnesium, Eisen, Barium, Mangan und Strontium sowie organischen Komponenten wie Kohle färben das Mineral auch grau, schwarz, braun, grün, gelb, rot, blau, orange (Orangencalcit) oder grün. Die Strichfarbe von Calcit ist trotzdessen weiß.
Calcit kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind prismatisch, rhomboedrisch und skalenoedrisch. Häufig sind die Calcitkristalle auch zu Zwillingen oder Viellingen miteinander verwachsen. Die Aggregate sind sehr vielfältig – reichen von massig und körnig über oolithisch und stalaktitisch bis hin zu stengelig oder pulverförmig.
Der Glanz des Calciumcarbonats ist glasartig bis matt bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist halbmuschelig bis spröde, die Spaltbarkeit zeigt sich sehr vollkommen und ist geprägt durch parallel verlaufende Streifen der Spaltkörper.
Mit einer Mohshärte von 3 gilt Calcit als weiches Mineral, die Dichte beträgt 2,6 bis 2,8 g/cm3.



Calcit
Bild 2: Sintercalcit aus Thüringen/Deutschland


Entstehung und Verbreitung von Calcit

Calcit ist ein Mineral sedimentären Ursprungs, das gebildet wird, wenn über den Zeitraum von Jahrmillionen in flachen Meeresbecken oder Seen kalkreiches Wasser verdunstet. Die Bildung von Calcit ist auch möglich in Form von Ausfällungsprodukten heißer, kalkhaltiger Quellen. Tropfsteine bestehen ebenso aus Calcit und entstehen, wenn durch kohlenstoffdioxidhaltiges Wasser Kalk aus karbonathaltigen Ausgangsgesteinen gelöst wird und durch Spaltrisse und Gesteinshohlräume sickert. Auf diese Weise entwickeln sich über viele Jahre vom Untergrund emporwachsende (Stalagmiten) sowie von der Höhlendecke reichende (Stalaktit) Mineralkonkretionen.
Weiterhin ist Calcit mineralischer Bestandteil vieler Gesteine; Calcit kommt beispielsweise als Gemengteil in Rogenstein, Grün- und Blauschiefer, Schalstein, Lapislazuli, Versteinertem Holz, Muschelkalk, Diabas, Dolomit und Travertin vor.
Die natürlichen Vorkommen von Calcit werden mitunter von einer Reiher weiterer Minerale begleitet, darunter unter anderem Quarz, Galenit, Pyrit, Zinkblende, Markasit und Pyrolusit.
Calcit ist ein weltweit häufig verbreitetes Mineral, das zum Beispiel in Grönland; Island; Skandinavien; Schottland; England; Frankreich; Deutschland; Süd- und Osteuropa, aber auch im südlichen Afrika; Asien; Süd-, Mittel- und Nordamerika zu finden ist.



Calcit
Bild 3: Orangencalcit


Verwendung und Bedeutung von Calcit

Schmucksteine aus Calcit werden im Handel nicht oft angeboten. Das Mineral weist eine zu geringe Härte auf und würde leicht zerkratzen. Vielmehr kommt Calcit als Zuschlagstoff in Farben, Gläsern oder Zement zum Einsatz. Desweiteren dient Calcit als Dekorstein in Wandvertäfelungen sowie als Düngemittel.



Nachweis von Calcit

Calcit ist in kohlensäurehaltigem Wasser und in verdünnter, kalter Salzsäure löslich und sprudelt währenddessen auf. Mitunter fluoresziert Calcit infolge von elementaren Beimengungen rötlich.



Sonstiges

Synonyme für Calcit: Kalkspat, Kalzit, Doppelspat.





Siehe auch:
Calcit und Quarz unterscheiden
Höhlenperlen
Drusen und Geoden



Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - calcite

* = Affiliate Link

Letzte Aktualisierung: 24. August 2017



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