Logo

Aquamarin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Aquamarin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: aquamarine | französisch: aigue-marine

AquamarinDas Mineral Aquamarin wurde nach der meeresblauen Farbe des Minerals benannt, aqua mare (lat.) wird mit Wasser des Meeres übersetzt.

Eigenschaften von Aquamarin
Aquamarin wird zur Klasse der Silikate gezählt. Der Vertreter der Beryll-Gruppe weist folgende chemische Zusammensetzung auf: Al2Be3[Si6O18].
Aquamarin kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem und bildet lang- sowie kurzprismatische Kristalle. Die Aggregate können massig, körnig, säulig oder radialstrahlig sein.
Die Farbe von Aquamarinen variiert von hell- über mittelblau bis hin zu blaugrün. Farbgebendes Element ist zweiwertiges Eisen mit einem Anteil von bis zu 2 % an der Zusammensetzung. In der Regel ist die Farbe im Mineral gleichmäßig verteilt, kann bei Unregelmäßigkeiten durch Brennen bei 400 °C korrigiert werden.
Jene Reaktion wird genutzt, um grüne Berylle auf Aquamarine zu trimmen. Aufgrund der hohen Temperaturen reduziert dreiwertiges zu zweiwertigem Eisen und das Mineral wird blau. Die Strichfarbe ist bei allen Exemplaren weiß. Einige Aquamarine verfügen über feine Kanäle, infolge dessen das Aluminium-Beryllium-Silikat weiße Streifen aufzeigt. Die genannten Kanäle können sowohl hohl als auch mit Flüssigkeiten, Gasen oder anderen Mineraleinschlüssen wie z.B. Muskovit, Ilmenit oder Hämatit, gefüllt sein.
Mit einer Härte von 7,5 bis 8 ist der Aquamarin ein hartes Mineral. Das spezifische Gewicht beträgt 2,63 bis 2,91. Die Spaltbarkeit ist unvollkommen, der Bruch ist spröde und muschelig. Die Transparenz ist durchsichtig bis undurchsichtig, der Glanz ist glasartig.

Aquamarin Entstehung und Verbreitung von Aquamarin
Aquamarine sind vorrangig magmatischen Ursprungs, können aber auch in Metamorphiten und Sedimenten auftreten.
Aquamarin kann als Nebengemengteil in Graniten vorkommen, begleitende Minerale sind u.a. Quarz, Feldspat, Muskovit, Topas, Granat, Biotit und Phenakit.
Nennenswerte Vorkommen existieren unter anderem in Grischun/Schweiz; Hohe Tauern und Moschkogel/Österreich; Italien; Ukraine; Nigeria; Sambia; Simbabwe; Tansania; Madagaskar; Südafrika; Afghanistan; Pakistan; Myanmar; Australien; Argentinien; Brasilien sowie in den USA.

Verwendung/Bedeutung von Aquamarin
Aquamarin sind beliebte Sammlerminerale, werden aber auch zu Schmucksteinen verarbeitet. Vor allem der aus Nigeria stammende hellblaue, leicht grünstichige Bauchi-Aquamarin wird auf dem Edelsteinmarkt geschätzt.
Der größte Aquamarin der Welt wurde im Jahr 1910 in Brasilien entdeckt und brachte ein Gewicht von 110 kg auf die Waage.

Gefälschte Aquamarine bestehen vor allem aus synthetischem Spinell, gefärbtem Glas, Quarz oder Achat. Elbait, Euklas, Kyanit, Turmalin, Topas und Zirkon sind Minerale, mit denen Aquamarin verwechselt werden kann.

Nachweis von Aquamarin
Aquamarine weisen keine Fluoreszenz auf, der Pleochroismus ist stark ausgeprägt und erscheint von nahezu farblos-hellblau bis intensiv blau. In der Flamme ist das Mineral schwer schmelzbar, reagiert hingegen auf Flußsäure.

Sonstiges: Aquamarin und Blutjaspis sind die Monatssteine/Geburtssteine für den Monat März.

Siehe auch:
- Aquamarin und Blautopas unterscheiden
- Berühmte Edelsteine - Dom Pedro Aquamarin: der größte geschliffene Aquamarin der Welt


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - aquamarine

* = Affiliate Link

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Geschenkempfehlung

Hochwertiger Monatskalender mit professionellen Fotos von 12 Mineralien

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe