Logo

Rubin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Rubin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: ruby | französisch: rubis

RubinEtymologisch wird Rubin vom lateinischen rubens abgeleitet und bezieht sich damit auf die rote Farbe des Minerals.

Eigenschaften von Rubin
Rubin ist mit der Zusammensetzung Al2O3 ein Vertreter der Mineralklasse der Oxide. Innerhalb der Oxide zählen Rubine zur Gruppe der Korunde, zu denen auch der blaue Saphir gehört.
Die charakteristische Farbe von Rubin ist rot, gelegentlich mit einem Stich ins Braune oder Bläuliche (sog. Pigeon Blood Ruby/Taubenblutroter Rubin). Farbgebendes Element für das Rot von Rubinen ist Chrom. Mitunter weisen Rubine eine ungleichmäßige Farbverteilung auf, die durch Erhitzen des Minerals korrigiert werden kann. Die Strichfarbe ist weiß. Infolge von Einschlüssen anderer Minerale, Gase oder Flüssigkeiten wird bei Rubinen das Strahlen eines sechsstrahligen Sterns hervorgerufen.
Rubin kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Die gerieften Kristalle sind pyramidal, säulig und tafelig. Die entsprechenden Aggregate sind fein- oder grobkörnig, spätig oder derb.
Der Glanz von Rubinen reicht von Glas- bis Diamantglanz bei undurchsichtiger, durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig-spröde, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Rubin weist mit einer Mohshärte von 9 Edelsteinhärte auf, das spezifische Gewicht beträgt 3,97 bis 4,1.

Rubin Entstehung und Verbreitung von Rubin
Rubine sind metamorphen Ursprungs, deshalb häufig in Schiefern und Marmoren enthalten. Aufgrund der Härte des Minerals sind Rubine gelegentlich auch in Sedimentgesteinen und weiterhin in Magmatiten zu finden.
Begleitend zum Vorkommen von Rubinen sind u.a. Topas, Spinell, Saphir, Turmalin, Mondstein, Chrysoberyll, Beryll und Granat vergesellschaftet.
Bedeutende Vorkommen des Edelsteins befinden sich z.B. in Grönland; Norwegen; Frankreich; Polen; Schweiz; Malawi; Kenia; Tansania; Madagaskar; Russland; Afghanistan; Pakistan; Indien; Nepal; China; Sri Lanka; Burma; Thailand; Kambodscha; Australien; Neuseeland; Kolumbien und in den USA.

Verwendung von Rubin
Rubine sind vor allem begehrte Minerale für Sammlungen, größeren Einsatz findet das Mineral in der Schmuckverarbeitung, aufgrund der Edelsteinqualität ist Rubin geradezu prädestiniert als Schmuckstein. Der bislang größe Rubin mit einem Gewicht von 1734 Karat wurde in Myanmar gefunden.
Viele große, geschliffene Rubine sind im Besitz von Museen, wissenschaftlichen Instituten oder verschiedenen Königshäusern.
Der Edward-Rubin ist der größte, geschliffene Rubin (167 Karat), zu betrachten im British Museum of Natural History in London, gefolgt von Rosser-Reeves-Sternrubin mit einem Gewicht von 138,72 Karat - ausgestellt im Smithsonian Institute in Washington/USA.

Rubin Seit dem 2. Januar 2012 ist in Deutschland bei der Deutschen Post außerdem eine Wohlfahrtsmarke erhältlich, die einen geschliffenen Rubin zeigt. Die Briefmarke ist Teil der Serie Edelsteine, weitere Motive der Wohlfahrtsmarken 2012 sind Smaragd und Saphir.

Beim Kauf von Rubinen handelt es sich teilweise nicht immer um echte Rubine. Viele Rubine werden durch Glas oder Rubinsplitter auf Glasunterlagen (Dubletten) imitiert oder andere Minerale tragen fälschlicherweise die Bezeichnung Rubin mit im Namen, z.B. Sibirischer Rubin – eigentlich ein Turmalin, Kaprubin – anderer Begriff für Granat oder Balasrubin, bei dem sich um einen roten Spinell handelt. Zudem besteht die Gefahr der Verwechslung mit Almandin, Fluorit, Spinell, Hyazinth, Pyrop, Turmalin und Topas, die theoretisch schon alleine durch die geringeren Mohshärten von echten Rubinen unterschieden werden können.

Nachweis von Rubin
Rubine sind nicht in Säuren löslich, der Schmelzpunkt des Edelsteins liegt bei 2050 °C. Das Mineral zeigt einen stark ausgeprägten Pleochroismus in intensiv rot bis gelbrot, außerdem fluoresziert Rubin dunkelrot.

Siehe auch:
- Rubine, die keine sind
- Pigeon Blood Ruby - Taubenblutroter Rubin


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - ruby
- News-Eintrag www.steine-und-minerale.de (2. Januar 2012): Wohlfahrtsmarken Edelsteine

Lesetipp: www.lapisphilatelie.de - eine Sammlung von Briefmarken mit dem Themenschwerpunkt Mineralien und Geologie

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Geschenkempfehlung

Hochwertiger Monatskalender mit professionellen Fotos von 12 Mineralien

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe