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Apatit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Apatit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Der Name Apatit ist griechischen Ursprungs und wird mit trügerischer Stein übersetzt. Der deutsche Mineraloge Abraham Gottlob Werner begründet die Bezeichnung Apatit damit, dass Apatit der Form der Kristalle wegen häufig mit anderen Mineralen – insbesondere Quarz, Turmalin, Nephelin und Beryll - verwechselte wurde.

Eigenschaften
Apatit, bestehend aus Ca5(PO4)3(F,Cl,OH), ist ein Mineral der Klasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Zeitgleich ist Apatit der Überbegriff für eine Gruppe von Minerale, die sich durch unterschiedliche Gehalte bzw. das Fehlen/Vorhandensein von Chlor und Fluor an der Zusammensetzung voneinander unterscheiden. Namentlich handelt es sich um die Minerale Karbonatapatit, Fluorapatit, Chlorapatit und Hydroxylapatit.
Die Farbe von Apatit ist sehr abwechslungsreich. Bekannt sind sowohl farblose und weiße Exemplare, ebenso wie grüner, grauer, rosafarbiger, brauner, blauer und violetter Apatit. Blaugrüner Apatit wird auch Moroxit genannt, während gelbgrüner Apatit als Spargelstein oder Sparagin bezeichnet wird. Die Strichfarbe ist weiß.
Apatit kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind tafelig und prismatisch, sowohl lang- als auch kurzprismatisch. Besonderes Kennzeichen der Kristalle sind die kantengerundeten Kristalle und in Längsrichtung verlaufende Streifen auf den Kristallen selbst werden häufig beobachtet. Die Aggregate können körnig, nierig, traubig, kugelig, erdig oder massig sein.
Apatit weist Harz- bis Glasglanz auf, die Transparenz ist durchscheinend bis durchsichtig. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte beträgt 5 bei einem spezifischen Gewicht von 3,12 bis 3,22.

Entstehung und Verbreitung
Apatit wird magmatisch und metamorph gebildet, wobei letzterer vor allem im Zuge der Regionalmetamorphose in Kalksteinen entsteht. Dabei ist das Phosphatmineral mit Gold, Zirkon, Bergkristall, Magnetit, Ilmenit, Kassiterit und Nephelin vergesellschaftet.
Apatit zählt zu den weltweit sehr häufig vorkommenden Mineralen, ist auf allen Kontinenten zu finden.

Verwendung
Der vielen Farben, großen Kristalle und Härte wegen wird Apatit oft zu Schmuck verarbeitet. Doch wirtschaftlich interessant ist Apatit aus einem anderen Grund. Aufgrund der Häufigkeit hat sich Apatit als Phosphorquelle etabliert, das wiederum zum Beispiel als Dünger zum Einsatz kommt.

Nachweis
Apatit ist in Salzsäure löslich.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
- www.mindat.org - apatite

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