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Rosa Edelsteine und Mineralien – Rote Edelsteine und Mineralien



Einige Mineralien werden aufgrund des Namens unmittelbar mit einer bestimmten Farbe verbunden: Rubinrot, Granatrot, Zinnoberrot, Kupferrot oder Rosenquarzfarben. Fernab dessen lässt sich die Liste der rosafarbenen und roten Mineralien fortsetzen.



Die Farbe von rosa und roten Mineralien

Die Mineralienfarben Rot und Rosa sind sehr abwechslungsreich. Reinrote Farben und klare Rosatöne sind unter den über 5300 weltweit bekannten Mineralien ebenso vertreten wie Rottöne, die ins Bräunliche, Gelbliche, Orangefarbene, Schwarze, Graue oder Blaue gehen. Ebenso verhält es sich mit der Farbe rosa. Mineralien, die so hell sind, dass die Steine beinahe farblos wirken oder einen Hauch von blau, grau, gelb oder violett aufweisen, sind genauso vertreten.
Der Ursprung der Farbe von Mineralien ist auf zweierlei Begründungen zurückzuführen. Idiochromatische Mineralien sind aufgrund von Fehlern bzw. Defekten im Gitterbau der Kristalle farbig. Dahingegen sind allochromatisch gefärbte Mineralien aufgrund des „Einflusses von außen“ farbig: Fremdelemente im Mineral, eingelagerte Mineralien oder radioaktive Strahlung.
Die Elemente Lithium, Mangan, Kobalt, Chrom und Eisen sind als Elemente häufig in rosafarbenen und roten Mineralien vertreten, bspw. Bixbit bzw. Roter Beryll weist Lithium und Mangan auf. Eisenkiesel, rosa Halit und Karneol sind rosa oder rot aufgrund von Eisen. Eisen ist neben Titan und Mangan farbgebendes Element in Rosenquarz. Kobalt findet sich in Erythrin und Kobaltcalcit wieder. Lithium färbt Kunzit rosa-violett, Morganit enthält Mangan und Rubine sind aufgrund von Chrom rot.
Rosafarbene und rote Diamanten sind Beispiele für Mineralien, die idiochromatischen Farbursprungs sind. Im Fall von roten Diamanten sind es Deformationen im Kristallgitter, die Diamanten rot werden lassen. Die Farbe von rosafarbenen und pinken Diamanten ist auf Wachstumslinien, sog. Grain lines, zurückzuführen.


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Künstliche rosa und rote Mineralien

Die Farbe von Mineralien kann aber auch nachträglich verändert werden. Die Gründe sind vielfältig: die Farben der Ursprungskristalle entsprechen nicht dem Farbton wie aus dem Lehrbuch, sind zu hell, ungleichmäßig gefärbt und weisen einen unerwünschten Oberton auf. Daneben können Mineralien gänzlich umgefärbt werden.
Die gängigen Verfahren der Farbkorrektur und -änderung heißen

  • Brennen: vorsichtiges Erhitzen der Steine
  • Tränken/Impfen mit farbgebenden Lösungen
  • Beschichtung/PVD
  • Ummantelung mit farbigen Ölen, Wachsen und Harzen
  • Bestrahlung

Im Handel findet man oft Achate in kräftigen Farbtönen: Grün, Blau, Violett und Pink, die fast neonartig leuchten. Solche Farben sind bei naturbelassenen Achaten nicht üblich und deuten auf eine Farbänderung hin. Um Achate pink einzufärben, wird das hochporöse Quarzmineral mit einer Lösung auf Eisenoxid und -hydroxid sowie Eisennitrat geimpft und abschließend erhitzt.
Diamanten in rosa und rot sind eine Seltenheit. 0,01 % aller in den Diamantminen der Welt abgebauten Diamanten sind farbig (gelb, braun, grün, violett, blau, rot, rosa, schwarz, grau, orange). Zudem dominieren die Farben braun und gelb mit einem Anteil von 80 % unter allen Farbdiamanten. Um der Nachfrage nach rosafarbene und roten Diamanten dennoch gerecht werden zu können, werden gelbe Diamanten hohen Druck- und Temperaturbedingungen ausgesetzt, die die natürliche Entstehung von Fancy Diamanten bzw. Diamanten allgemein simulieren. Das als High Pressure High Temperature (HPHT, hoher Druck, hohe Temperaturen) verursacht in den Kristallen Deformationen und Unregelmäßigkeiten, die wiederum in der Änderung der Farbe resultieren.


Rosafarbene und rote Mineralien - Liste

Liste ist nicht vollständig

Tabelle: Rote und rosa Mineralien und Edelsteine
Farberosa/pinkrot
Mineral


Siehe auch:
Blaue Edelsteine und Mineralien
Farbedelsteine
Bleiglasrubine - Glasgefüllte Rubine

Letzte Aktualisierung: 10. September 2019




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