Logo

Opal Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Opal - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: opal | französisch: opale

OpalUpala-h wird aus dem Sanskrit mit edler Stein übersetzt. Davon leitete sich der Name Opal ab.

Eigenschaften von Opal
Opale sind Vertreter der Klasse der Oxide mit der Summenformel SiO2·nH2O. Der Wasseranteil wird in der Formel nicht genau definiert, da dieser unterschiedlich sein kann, zumeist sind bis zu 9 %, maximal 20 % Wasser enthalten, abhängig von der Umgebung. Im Laufe der Zeit kann der Wassergehalt bei unsachgemäßer Lagerung schwinden. In der Folge werden Opale rissig und das Farbenspiel verliert an Intensität. Die Behandlung mit Öl, Wasser oder Wachsen zeigt lediglich kurze Effekte auf die Risse bzw. die Farbe.

Die eigentliche Farbe von Opalen ist weiß. Bekannter hingegen sind regenbogenfarbige Opale, die in allen Farben auftreten. Entscheidend für die sogenannte Opaleszenz – das bunte Schillern, das sich mit dem Betrachtungswinkel, verursacht durch Beugung von Lichtwellen, verändert – sind mikroskopisch kleine Kugeln (Durchmesser von 1/10000tel mm) aus Cristobalit, eingebettet in die Kieselgelmatrix. Bei größeren Kugeln schillern Opale rot, gelb, grün, blau und weiß. Kleinere Kugeln bedingen das blaue Schillern der Opale.
Die farblichen Unterschiede bzw. das Opalisieren sind es, anhand dessen man Opale in Gemeine Opale und Edelopale unterscheidet. D.h., Gemeine Opale sind Opale, bei denen das Schillern in den Farben des Regenbogens nicht ausgeprägt ist, so bspw. beim Hyalit (alias Wasseropal) und Milchopal. Edelopale sind dagegen die Opale, die dem Begriff Opalisieren alle Ehre machen.
Opal Opale sind Minerale, die dem amorphen Kristallsystem zugehörig sind. Unter 20000-facher Vergrößerung zeigt sich keine Kristallform, vielmehr regelmäßig in Reihen angeordnete Kügelchen. Charakteristisch ist die massige, knollige Erscheinungsform, die aber auch als Opalader auftreten kann.

Opale sind mit einer Härte von 5,5 bis 6,5 harte Minerale, die keine Spaltbarkeit aufweisen, im Bruch splittrig und muschelig sind. Das spezifische Gewicht beträgt 1,98 bis 2,5, je nach Wasseranteil des Opals. Der Glanz von Opalen ist glas- bis wachsartig. Die Transparenz ist durchscheinend bis völlig undurchsichtig. Auf einer unglasierten Porzellantafel ist die Strichfarbe weiß.

OpalEntstehung und Verbreitung von Opal
Opale sind Sekundärminerale. Voraussetzung für die Bildung ist die Zersetzung von Silikaten und vulkanischem Gesteinsmaterial, die den kieselsäurehaltigen Grundstoff darstellen. Durch die Anwesenheit und Verdunstung von Wasser verfestigt sich allmählich das Material. Opale sind deshalb häufig an Hydrothermalquellen anzutreffen. Durch die Fluidität während der Bildung kristallisieren Opale auch in Gesteinsspalten. Möglich sind auch opalisierte Fossilien, bei denen der Organikgehalt von Lebewesen durch das Kieselgel substituiert wird. Als Varietäten werden Edelopale, Harlekinopale, Feueropale, Semiopale, Holzopale und Moosopale unterschieden. Chalcedon ist häufig ein begleitendes Mineral.

Das wohl bekannteste Fundgebiet von Opalen befindet sich in Queensland/Australien, die im Mineralienhandel als Boulder-Opale geführt werden. Weitere Funde konnten in Tschechien; Slowakei; Mexiko; Japan; Neuseeland; USA; Guatemala und Honduras belegt werden.

Verwendung von Opal
Beliebt sind Opale als Edelsteine vor allem für Schmuck oder als Material für Ziergegenstände.

Nachweis von Opal
Echte Opale zersetzen sich bei Zuführung von hohen Temperaturen in Wasser und Quarz unter knisternden Geräuschen. Weiterhin sind Opale in ausgewählten Säuren löslich, reagieren aber auch empfindlich auf Laugen. Die Fluoreszenz variiert. Weiße Opale erscheinen unter UV-Licht weiß bis hellblau, grüne Opale zeigen sich bräunlich und Feueropale fluoreszieren grün bis braun. Eine Ausnahme hinsichtlich der Fluoreszenz sind schwarze Opale, die keinerlei Reaktion zeigen.

Siehe auch:
Schwarzer Opal
Slocum-Opal/Slocum-Stone - ein Opalimitation
Berühmte Edelsteine - Olympic Australis Opal: der größte Opal der Welt
Feueropal

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org

* = Affiliate Link

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe