Andenopal
Andenopal = Opal aus Peru
Der Name Andenopal ist die geographische Herkunftsbezeichnung für Opale, die aus den peruanischen Anden stammen; daher auch das Synonym Peruanischer Opal.
Eigenschaften von Andenopal
Andenopal ist genau wie andere Opale ein Vertreter der Quarzgruppe, die unter anderem die Mineralien Achat, Amethyst, Bergkristall, Chalcedon, Citrin, Karneol, Jaspis, Rosenquarz, Rauchquarz und Tigerauge umfasst.
Die Farbe von Andenopal variiert zwischen rosa (sog. Pinker Opal) und blaugrün, blau bis türkis (Blauer Opal).
Der Grund für die Farbe sind im Opal eingeschlossene Fremdmineralien.
Während rosafarbener Andenopal vielmehr ein Mineralgemenge aus Opal, Chalcdeon und Palygorskit (weißes, graues, grünes Silikatmineral) darstellt, ist die Farbe von Blauem Andenopal auf im Kristall eingeschlossenen Chrysokoll und bis zu 1 %-ige Kupfergehalte zurückzuführen.
Andenopale wirken oftmals milchig trüb, sodass vor allem bei blauen Andenopalen die Verwechslung mit Mondstein aufkommt. Teilweise sind Andenopale von schwarzen Dendriten bzw. moosähnlichen Zeichnungen durchzogen, die an Moosopal erinnern.
Ein weiteres Merkmal und der wesentliche Unterschied zu Edelopalen ist die fehlende Opaleszenz von Andenopal, d.h. das für Opal typische irisierende Farbspiel in den Farben des Regenbogens ist bei Andenopalen nicht vorhanden, weshalb das Mineral den Gemeinen Opalen zugeordnet wird.
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Chemische Zusammensetzung | SiO2·nH2O |
| Mineralklasse | Oxidmineral |
| Kristallsystem |
|
| Farbe | rosa, blau, blaugrün, türkis |
| Strichfarbe | weiß |
| Glanz | glasartig |
| Transparenz | durchscheinend bis undurchsichtig |
| Bruch | spröde, muschelig |
| Spaltbarkeit | unvollkommen |
| Mohshärte | 5,5 bis 6,5 |
| Dichte | 1,98 bis 2,5 g/cm³ |
Entstehung und Verbreitung von Andenopal
Andenopal ist ein Sekundärmineral, das aus der Verwitterung von silikatischen Vulkangesteinen wie Rhyolith, Andesit und Tuff oder Mineralien vulkanischen Ursprungs hervorgeht. Dringt Wasser in diese Gesteine ein, werden die enthaltenen Silikatminerale langsam zersetzt und Silicium in Form gelöster Kieselsäure freigesetzt.
Reichert sich die Kieselsäure im Wasser ausreichend an, können sich die gelösten Bestandteile zu einem wasserreichen Kieselsäuregel verbinden. Dieses lagert sich in Hohlräumen, Klüften oder Poren des Gesteins ab. Mit der Zeit verdunstet das im enthaltene Wasser Gel oder wird durch feine Risse im Gel herausgepresst, verdichtet sich und härtet zu Opal aus.
Andenopal wird hauptsächlich an zwei Standorten in Peru abgebaut. Das erste Andenopal-Vorkommen befindet sich in der Nähe von Nazca im Südosten Perus. Hier wird vor allem Blauer Andenopal gewonnen. Rosa Andenopal hingegen wird in der Umgebung der südperuanischen Stadt Ica abgebaut, wobei die Opale zusammen mit Chalcedon und Chalkotrichit gefunden werden.
Verwendung und Bedeutung von Andenopal
Als die ersten peruanischen Opale bzw. Andenopal in den späten 1990er Jahren auf den Markt kamen, eroberten die edlen Steine sofort die Schmuckbranche und werden auch heute noch vorzugsweise zu Schmuck verarbeitet.
Um zu vermeiden, dass die Farbe von Andenopal verblaßt oder der Stein aufgrund des Verlusts des enthaltenen Kristallwassers rissig wird, wird empfohlen, Ketten, Anhänger, Ringe oder Ohrschmuck mit Andenopal vor Licht und Wärme geschützt - am besten zusammen mit einem leicht angefeuchteten Tuch - aufzubewahren.
Daneben werden Andenopale als Heilsteine und Chakrasteine gehandelt, ohne dass die Heilwirkung von Andenopal in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen werden konnte.
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Quellen:
- Yates, R. G., Kent, D. F. und Concha, J. F. (1951): Geology of the Huancavelica Quicksilver District, Peru
- Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
- Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
- Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- Dang. C. (1999): Opal Report. In: Gems & Gemology Spring 1999
- Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- Quinn, E. P. (2003): Peruvian blue opal. IN: Gems & Gemology Winter 2003
- www.mindat.org - Opal

