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Almandin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Almandin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: almandine | französisch: almandin

AlmandinDen Namen Almandin verdankt das Mineral dem ersten Fundort, gelegen in Alabanda/Türkei.

Eigenschaften von Almandin
Almandin ist mit der Zusammensetzung Fe3Al2[SiO4]3 der Mineralklasse der Silikate zugehörig und innerhalb dessen ist Almandin ein Vertreter der Granatgruppe.
Charakteristische Farben von Almandin sind rot, schwarz, violett, rot- bis braunschwarz. Die Strichfarbe ist weiß.
Das Silikat kristallisiert im kubischen Kristallsystem, die entsprechenden Kristalle sind dokaedrisch, rhombendokaedrisch oder trapezoedrisch. Die Aggregate sind körnig, massig und kompakt.
Das Mineral weist keine Spaltbarkeit auf, der Bruch ist muschelig-uneben. Die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend, der Glanz ist glas- bis harzartig. Mit einer Härte von 7 bis 7,5 zählt Almandin zu den harten Mineralen, das spezifische Gewicht beläuft sich auf 3,95 bis 4,32.

Almandin Entstehung und Verbreitung von Almandin
Almandin ist häufig als Gemengteil in vielen Gesteinen wie Gneis oder Schiefer enthalten.
Vergesellschaftete Minerale des Almandins sind u.a. Glimmer wie Muskovit und Biotit, Graphit, Magnetit, Feldspat, Kyanit und Quarz. Rutil und Hornblende sind oft direkt im Almandin eingeschlossen.
Bedeutende Funde wurden Falun/Schweden; Schottland; Grönland; Timmelsjoch, Zillertal, Obergurgel (Ötztal), Irchenrieth, Bodenmais, Erzgebirge/Deutschland; Olgia/Italien; Tschechien; Slowakei; Ural, Karelien/Russland; Sri Lanka; Indien; Afghanistan; Simbabwe; Sambia; Tansania; Madagaskar und Alaska/USA belegt.

Almandin Verwendung von Almandin
Almandin wird vorzugsweise als Poliermittel genutzt. Der Einsatz für Schmuck gestaltet sich mitunter aufgrund des spröden Charakters des Minerals schwierig. Auch bei dem als Tocantin-Granat im Handel angebotenen Schmuckstein handelt es sich um Almandin; benannt nach der brasilianischen Lagerstätte in Tocantin.

Nachweis von Almandin
Almandin fluoresziert nicht. In der Flamme schmilzt das Mineral einfach, Säuren hingegen ist Almandin resistent.

Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - almandine

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