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Rauchquarz Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Rauchquarz - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: smoky quartz | französisch: quartz fumé


Rauchquarz
Rauchquarz-Kristalle

Der Name Rauchquarz ist angelehnt an die rauchgleiche Farbe des Minerals und die Zugehörigkeit zur Quarzgruppe.


Eigenschaften von Rauchquarz

Rauchquarz ist mit der chemischen Zusammensetzung SiO2 ein Vertreter der Mineralklasse der Oxide und innerhalb der Oxidminerale eine Varietät von Quarz. Weitere Vertreter der Quarze sind zum Beispiel Amethyst, Rosenquarz, Bergkristall, Tigerauge, Opal und Citrin.
Die Farbe von Rauchquarz variiert zwischen hell- bis dunkelbraun, grau und schwarz. Die Strichfarbe ist weiß.
Rauchquarz kristallisiert im trigonalen Kristallsystem, bildet Prismen mit sechs Seiten aus, deren Enden pyramidal zulaufen, Zwillinge sind häufig. Die Aggregate sind derb und körnig, oft längsgestreift, häufig als Gruppe mit mehreren Kristallen aufgewachsen.
Der Glanz von Rauchquarz ist glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis spröde, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte beträgt 7 bei einer Dichte von 2,65 g/cm3.


Rauchquarz
Rauchquarz

Entstehung und Verbreitung von Rauchquarz

Rauchquarz geht wie andere Quarze auch aus hydrothermalen, silikatreichen Lösungen hervor. Im Unterschied zum rosafarbenen Rosenquarz oder violetten Amethyst ist die Grau- oder Braunfärbung von Rauchquarz nicht durch Fremdbeimengungen im Kristallgitter zu erklären. Vielmehr ist radioaktive Strahlung die Ursache für die Farbe von Rauchquarz, die natürlicherweise in Magmen, aus denen Quarze auskristallisieren, vorkommt.
Die Vorkommen von Rauchquarz werden von zahlreichen Mineralen begleitet, darunter zum Beispiel Spodumen, Calcit, Hämatit, Pyrit, Beryll und Rutil, wobei Rutil mitunter auch als Einschluss im Kristall selbst vorhanden sein kann.
Nennenswerte Vorkommen von Rauchquarz befinden sich u.a. in Schottland; Mont Blanc/Frankreich; Wölsendorf, Idar-Oberstein, Gehlberg, Fichtelgebirge, Limbach-Oberfrohna, Zwickau/Deutschland; Tirol, Kärnten, Salzburg/Österreich; Graubünden, Wallis, Tessin/Schweiz; Toskana, Aostatal, Sardinien/Italien; Erongo, Kuene/Namibia; Kongo; Russland; Mongolei; Tasmanien/Australien; Minas Gerais/Brasilien; Uruguay; Mexiko und Colorado/USA.


Rauchquarz
Rauchquarze

Verwendung und Bedeutung von Rauchquarz

Rauchquarz ist insbesondere als Mineral für Schmuck in Form von Anhängern, Ketten, Ohrringen, Ringen oder Armbändern von Interesse. Jedoch müssen nicht alle im Handel erhältlichen Rauchquarze naturbelassen sein. Durch künstliche Bestrahlung mit Gammastrahlen lassen sich auch farblose Bergkristalle in Rauchquarz umwandeln. Durch das sog. Brennen bei Temperaturen zwischen 300 bis 400 °C kann die Färbung rückgängig gemacht werden. Rauchquarze von besonders dunkler bis schwarzer Farbe werden im Handel auch unter dem Synonym Morion geführt.
Daneben wird Rauchquarz als Heilstein verkauft, ohne dass die Heilwirkung von Rauchquarz in klinischen Studien nachgewiesen werden konnte.


Nachweis von Rauchquarz

Rauchquarz weist einen rötlich-braunen bis braunen Pleochroismus auf.


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Siehe auch:
Quarzfarben - natürliche und künstliche Farben von Quarzen
Braune Diamnaten- Fancy Diamanten
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von Farbedelsteinen


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org - smoky quartz

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Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2018

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