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Chloritgruppe Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chloritgruppe - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung


englisch: chlorite | französisch: chlorite


Chloritgruppe
Chlorit

Unter dem Namen Chlorit bzw. Chloritgruppe wird eine Reihe bestimmter Minerale mit gleicher oder ähnlicher Zusammensetzung zusammengefasst.


Eigenschaften von Chlorit

Die Chloritgruppe wird aus folgenden Mineralen aufgebaut:

Die Formel von Chloriten wird mit (Mg,Fe,Al)6(Si,Al)4O10(OH)8 angegeben, wird damit der Mineralklasse der Silikate, spezieller Schichtsilikate (Phyllosilikate) zugeordnet. Anstelle von Magnesium und Eisen können ebenso Mangan und Nickel treten. Die Endglieder der entsprechenden Mischreihen werden von Nimit (Nickel-Endglied), Pennantit (Mangan-Endglied), Klinochlor (Magnesium-Endglied) sowie Chamosit (Eisen-Endglied) gebildet.
Die Farbe der Vertreter der Chloritgruppe variiert von grün über gelb bis zu braun, farblos, weiß oder rosa. In allen Fällen ist die Strichfarbe hellgrün bis weiß.
Chlorite kristallisieren sowohl im monoklinen als auch triklinen Kristallsystem mit tafelig ausgebildeten Kristallen. Die Aggregate erscheinen massig, krustenartig, schuppig oder körnig.
Der Glanz von Chlorit ist perlmutt- bis glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch jener Silikate ist spröde, die Spaltbarkeit zeigt sich sehr vollkommen, wobei die Spaltblättchen durch eine besondere Elastizität gekennzeichnet sind.
Chlorite sind weiche Minerale mit einer Mohshärte von 2 bis 3, das spezifische Gewicht beträgt 2,3 bis 3.


Entstehung und Verbreitung von Chlorit

Chlorite sind Sekundärminerale, die im Zuge metamorpher Vorgänge aus der hydrothermalen Überprägung magnesium- und eisenhaltiger Silikatgesteine oder –minerale hervorgehen.
Die Minerale der Chloritgruppe sind deshalb mitunter auch als Gemengeteil in vielen Gesteinen enthalten. Fundorte von Chloriten befinden sich z.B. in Deutschland, Schweiz, Österreich, Schottland, Italien, Türkei und Südafrika.


Verwendung und Bedeutung von Chlorit

Chlorit wird vor allem zu Gebrauchs- und Ziergegenständen oder Schmucksteinen verarbeitet.


Nachweis von Chlorit

Chlorit ist erhitzter Schwefelsäure löslich. Um Verwechslungen mit Mineralen innerhalb der Chloritgruppe auszuschließen, bietet sich die genaue chemische Bestimmung, ggfs. auch eine röntgenographische Analyse, an.


Siehe auch:
Geysire
Hermanover Kugeln
Bedeutung der Namen von Steinen und Mineralen


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
⇒ Altaba, M. F. und G. Tanelli (1995): Wissen heute auf einen Blick - Mineralogie. Neuer Kaiser Verlag GmbH, Klagenfurt

* = Affiliate Link

Letzte Aktualisierung: 14. September 2017



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