Logo

Sodalith Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Sodalith - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: sodalite | französisch: sodalite



Sodalith
Sodalith im Detail

Der Name Sodalith ist aus dem englischen Wort für Natrium (Sodium) und der griechischen Vokabel für Stein (lithos) zusammengesetzt - verweisend auf die Zusammensetzung des blauen Minerals.
Die erste Erwähnung des Minerals stammt aus dem Jahr 1812, als Sodalith-Funde aus Kitaa im Westen von Grönland beschrieben wurden.



Eigenschaften von Sodalith

Sodalith wird mit der chemischen Formel Na8(Al6Si6O2)Cl4 in die Mineralklasse der Silikate eingeordnet.
Die Farbe von Sodalith ist typischerweise hell- bis dunkelblau, kann aber auch grau, weiß, gelb, grüngelb oder rötlich (Varietät Hackmannit) sein. Die Strichfarbe von Sodalith ist weiß.
Sodalith kristallisiert dem kubischen Kristallsystem folgend. Die ein- und aufgewachsene Kristalle sind klein, bilden Würfel, Oktaeder und Rhombendodoekaeder. Die Aggregate sind körnig und massig. Zwillinge sind häufig.
Sodalith weist eine vollkommene Spaltbarkeit auf, der Bruch ist muschelig-uneben. Der Glanz ist glasartig, auf frischen Spaltflächen auch fettig. Die Transparenz des blauen Minerals ist durchsichtig bis durchscheinend. Die Mohshärte von Sodalith beträgt 5,5 bis 6 bei einer Dichte von 2,15 bis 2,4 g/cm3.



Sodalith
Sodalith

Entstehung und Verbreitung von Sodalith

Sodalith ist ein Mineral, das sich in Gesteinen magmatischer Herkunft mit geringen Gehalten an Kieselsäure bildet, wie bspw. Basalt, Syenit, Trachyt und Phonolith, ist aber auch Gemengteil bzw. mineralischer Bestandteil der Foidolith-Varietät Tawit.
Die Vorkommen von Sodalith werden von weiteren Mineralien begleitet, darunter unter anderem Eudialyt, Calcit, Pyrit, Analcim, Augit, Nephelin und Hornblende. Weiterhin ist Sodalith gesteinsbildendes Mineral vom Lapislazuli.
Aufgrund der Farbe besteht optisch eine große Ähnlichkeit nicht nur mit Lapislazuli, sondern auch mit Azurit, Hauyn, Leucit, Dumortierit und Lazulith.
Bekannte Fundorte befinden sich in Grönland, Norwegen; Eifel/Deutschland; Österreich; Auvergne, Rhone Alpes/Frankreich; Somma-Vesuv, Ischia/Italien; Griechenland; Portugal; Ukraine; Tadschikistan; Kasachstan, Kirgistan; Armenien; Afghanistan; Indien; China; Neusüdwales, Tasmanien/Australien; Namibia; Kongo; Malawi; Bahia/Brasilien; Quebec, British Columbia, Ontario/Kanada sowie in Maine, Massachusetts/USA.



Sodalith
Sodalith

Verwendung und Bedeutung von Sodalith

Neben der Bedeutung als Sammlermineral ist Sodalith als Stein für das Kunstgewerbe, für Schmuck und als Heilstein/Chakrastein von großem Interesse, wobei die Heilwirkung von Sodalith in klinischen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden konnte.
Aufgrund der gefleckten Optik des Minerals finden bei Sodalith als Schmuckstein Facettenschliffe wie der Brillantschliff keine Anwendung. Vielmehr wird sich glatten Schliffen, wie zu Cabochons, Perlen oder Kugeln, bedient, um die blaue Farbe von Sodalith in Schmuck (Donuts, Anhänger, Ketten, Ohrstecker, Armbänder) oder Ziergegenständen und Trommelsteinen zu betonen.
Teilweise gibt es das Mineral als große Brocken (Sodalith-Findling) zu kaufen, die zur Dekoration in Gärten aufgestellt werden.


Nachweis von Sodalith

Bei Unsicherheiten, ob es bei Sodalith eventuell doch um Lapislazuli handelt, eignet sich die Untersuchung der Dichte. Lapislazuli ist wesentlich schwerer und nicht so intensiv blau gefärbt wie Sodalith. Zudem ist Sodalith in Salz- und Salpetersäure löslich. Die Fluoreszenz ist stark ausgeprägt und erscheint orange.



Sonstiges

Sodalith wird auch als Kanadischer Blaustein bezeichnet - angelehnt an die Sodalith-Funde in Kanada.



Werbung: Sodalith kaufen - Unsere Empfehlung

*

Siehe auch:
Lapislazuli und Sodalith - Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität
Blaue Diamanten



Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org - sodalite

* = Affiliate Link, d.h. beispielhafte Links, die zum Partnerprogramm von Amazon führen und bei erfolgreichem Verkauf mit einer Provision vergütet werden, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen.

Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2018

Unsere Mineralien-Empfehlungen

Grüner Fluorit Oktaeder

Fluorit Oktaeder in grüner Farbe

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe