Logo

Glimmergruppe Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Glimmergruppe - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

GlimmergruppeBereits 1546 beschrieb der Mineraloge Georgius Agricola (1494 bis 1555) die Minerale der Glimmergruppe. Der Name ist auf die schimmernde, glänzende Oberfläche der verschiedenen Glimmer zurückzuführen.

Eigenschaften
Die Minerale der Glimmergruppe werden in die Mineralklasse der Silikate eingeordnet. In der allgemeinen Summenformel der Gruppe AB2-3[OH,F)2]AlSi3O16 kann A für Natrium, Kalium oder Calcium stehen; B steht für Aluminium, Magnesium, Eisen oder Silicium.

Glimmer kristallisieren im monoklinen Kristallsystem, ausgebildet werden tafelige und pseudohexagonale Kristalle. Die Spaltbarkeit von Glimmern ist sehr vollkommen, die Spaltblättchen zeichnen sich zudem durch hohe Elastizität aus. Der Bruch ist blättrig. Die Härte der Minerale schwankt und zeigt teilweise unterschiedliche Härten innerhalb eines Minerals.

Unterscheidung von Glimmermineralen
Unterschieden werden Glimmer in Anlehnung an die chemische Zusammensetzung in helle und dunkle sowie Sprödglimmer.

Die Reihe der hellen, kalium- und aluminiumhaltigen Glimmer besteht aus Muskovit, Paragonit und Glaukonit. Muskovit wiederum weist zahlreiche Varietäten auf, z.B. Hydromuskovit, Phengit, Mariposit, Fuchsit und Serizit.

Unter dunklen, eisen- und magnesiumreichen Glimmern werden Phlogopit, Biotit, Zinnwaldit und Lepidolith zusammengefasst.

Zu den Sprödglimmern werden Marganit und Clintonit gezählt.


Glimmerminerale als Bestandteil von Gesteinen
Minerale der Glimmergruppe sind als Gemengteile in diversen Gesteinen enthalten, bspw. in Magmatiten wie Granit, Diorit und Peridotit, in Metamorphiten wie Schiefer, Gneis und Dolomit sowie in Sedimenten wie Grünsand.

Verwendung
Verwendung finden die verschiedenen Glimmer u.a. pulverisiert als Effektmittel in Farben und Lacken. Auch die Kosmetikindustrie macht sich Glimmer durch den Einsatz in schimmernden Lidschatten oder Pudern zunutze, erkennbar in der Deklaration der Inhaltsstoffe als Mica (siehe dazu auch Bericht: Kosmetik aus Mineralien).

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe