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Jaspis Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Jaspis - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: jasper | französisch: jaspe


Jaspis
Bild 1: Dalmatinerjaspis


Der Name Jaspis ist griechischen Ursprungs und wird mit gemusterter oder gesprenkelter Stein übersetzt, bezugnehmend auf das Aussehen des Minerals.


Eigenschaften von Jaspis

Jaspis ist mit der chemischen Zusammensetzung SiO2 ein Vertreter der Mineralklasse der Oxide. Innerhalb der Oxidminerale handelt es sich bei Japis um einen Vertreter der Quarzgruppe, ferner gehört Japis zu den feinkristallinen Chalcedonen.
Die Farbe von Jaspis ist unterschiedlich. Bekannt sind rote, braune, gelbe, grüne oder gräuliche Färbungen - zurückzuführen auf organische und anorganische Beimengungen. Während im Kristallgitter eingebautes Eisen oder Mangan, z.B. in Form von Goethit oder Hämatit bräunliche und rötliche Farben bewirken, ist es Chlorit, der Jaspis grün färbt. Gelbliche oder gelbbraune Jaspise entstehen durch eingelagerten Ton oder Lehm. Die Strichfarbe von Jaspis variiert zwischen weiß, gelbbraun, gelb, braun oder rot.
Mitunter ist Jaspis mit Zeichnungen versehen, denen der griechische Name und auch speziellere Bezeichnungen zu verdanken sind, z.B. Dalamatinerjaspis, Achatjaspis, Zebrajaspis, Silex, Ozeanjaspis, Nilkiesel, Porzellanjaspis oder Blutjaspis.
Jaspis kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Die Aggregate sind körnig, massig oder knollig.
Der Glanz des Minerals ist glasartig bis fettig bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis splittrig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Mit einer Mohshärte von 6,5 bis 7 ist Jaspis eins der härteren Minerale der Welt, dessen Dichte 2,58 bis 2,91 g/cm³ beträgt.


Jaspis-Varietäten

Auf dem Mineralienmarkt gibt es zahlreiche Varietäten von Jaspis zu kaufen. Die Namen enthalten oft einen Hinweis auf das Aussehen des Minerals, die Herkunft und die Farbe.

Oftmals handelt es sich bei Jaspis-Varietäten um keine echten Varietäten, sondern Wortneuschöpfungen des Handels, sog. Handelsnamen, um die Eigenheiten der "Varietäten" hervorzuheben.


Jaspis
Bild 2: Blutjaspis


Entstehung und Verbreitung von Jaspis

Jaspis entsteht durch Auskristallisation aus kieselsäurehaltigen Lösungen, denen häufig fremdartige mineralische Beimengungen zugesetzt sind. Als Mineral ist Jaspis häufig auch in Versteinerungen vorhanden wie bspw. bei versteinertem Holz, wo Jaspis die ursprüngliche organische Struktur des Holzes ersetzt.
Die Funde von Jaspis werden unter anderem von Opal und Achat, ebenfalls Quarzvarietäten, begleitet.
Nennenswerte Vorkommen des Minerals befinden sich z.B. in Island; Schottland; Derbyshire, Cornwall/England; Elsass/Frankreich; Saarland, Erzgebirge/Deutschland; Böhmen/Tschechien; Banská Bystrica/Slowakei; Niederschlesien/Polen; Karawanken/Österreich; Takab/Iran; China; Erongo/Namibia; Sambia; Westaustralien, Queensland, New South Wales, Südaustralien, Tasmanien/Australien; Neuseeland; Atacama/Chile; Mato Grossa do Sul/Brasilien; Ecuador; Michoacán/Mexiko; Kalifornien, Texas, Arizona, Nebraska, Texas, Pennsylvania, Alaska/USA und Nova Scotia, New Brunswick, Quebec, Yukon/Kanada.


Verwendung und Bedeutung von Jaspis

Jaspis ist vor allem für die Verarbeitung zu Schmuck von Bedeutung. Am häufigsten wird das Mineral zu Cabochons geschliffen, da Jaspis aufgrund der Splittergefahr schwer zu bearbeiten ist und beim Cabochonschliff die wenigsten Materialgefahren bestehen.
Ebenso werden aus Jaspis Kunstgegenstände gefertigt. Das größte und schwerste (16 t) aus Jaspis gearbeitete Kunststück ist die Japsisschale in der Eremitage in St. Petersburg/Russland. Der grün-graue Jaspis, der für die Fertigung der "Zarin der Schalen" verwendet wurde, stammt aus dem Altai-Gebirge vom Berg Rewnjucha nahe Kolywany im Süden Russlands. Der dort entdeckte Jaspis war so groß, dass die Jaspis-Schale aus einem Stück geschlagen wurden, und das bei Maßen von 5,04 m Länge und 3,22 m Breite. Mit 224 kg wesentlich leichter ist der zu einer Kugel geschliffene, rot-weiß marmorierte Jaspis im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein.
Des Weiteren wird Jaspis als Chakrastein und Heilstein verkauft, ohne dass die Heilwirkung von Jaspis in klinischen Untersuchungen bestätigt werden konnte.


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Siehe auch:
Quarzfarben - Natürliche und künstliche Farben von Quarzen
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von Farbedelsteinen
Hildegard von Bingen und die Heilsteine


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - jasper

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Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2018

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