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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 04.06.2024


Bustamit

Bustamit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: bustamite | französisch: bustamite


Ein seltenes Manganerz

Der Name Bustamit ist dem Mineralogen und Geologen Alexandre Brongniart (1770 bis 1847) zu verdanken, der das in der Real de Minas in Fetela/Mexiko entdeckte Mineral nach dem Mineralogen Miguel Bustamante Septiem (1790 bis 1844) benannte.


Eigenschaften von Bustamit

In historischen Mineralogiebüchern wird Bustamit als ein Mineral von „rosenrother bis fleischrother“ Farbe beschrieben (Hintze und Linck, 1894), wobei der Mineraloge August Breithaupt (1791 bis 1863) als weitere Farben auch „grünlichgrau und leberbraun“ ergänzte und beobachtete, dasss die Farbe von Bustamit durch Verwitterung dunkelbraun wird.
Optisch sieht Bustamit Rhodonit sehr ähnlich; Bustamit weist dem Mineralogen Johann Friedrich Hausmann (1782 bis 1859) zufolge allerdings weniger Mangan, dafür aber aber mehr Calcium auf.

Tab. 1: Die Eigenschaften von Bustamit
EigenschaftBeschreibung
Chemische Zusammensetzung CaMn2+Si2O6
Mineralklasse Silikate
  • Wollastonit-Gruppe
Kristallsystem
  • triklin
  • primatische, nadelige oder tafelförmige Kristalle
  • massige, faserige Aggregate
Farbe helles bis bräunliches Rosarot, teilweise auch gelbstichges Rosa
Strichfarbe weiß
Glanz glasartig bis harzartig
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben, splitternd
Spaltbarkeit vollkommen
Mohshärte 5,5 bis 6,5
Dichte 3,32 bis 3,43 g/cm³


Entstehung und Verbreitung

Bustamit als Mineral metamorphen Ursprungs wurde bislang im Zusammenhang mit Metamorphiten wie Skarn oder Gesteinen, die infolge hydrothermaler, an Mangan reichen Lösungen in ihrem Chemismus verändert wurden, gefunden.

Dabei sind die Vorkommen von Bustamit mit einer Reihe weiterer Mineralien vergesellschaftet, darunter u.a. Albit/Feldspat, Andradit und Spessartin/Granat, Axinit, Baryt, Braunit, Calcit, Cyprin, Diopsid, Franklinit, Galenit, Ganophyllit, Glaukochroit, Hardystonit, Hendricksit, Rhodonit, Sphalerit/Zinkblende, Tephroit, Willemit und Wollastonit.

Bedeutende Fundorte von Bustamit befinden sich zum Beispiel in Schweden, England, Schottland, Frankreich, Mendig, Kruft, Elbingerode und Waschleithe/Deutschland, Kaprun/Österreich, Italien, Spanien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Russland, Tadschikistan, Algerien, Nigeria, Südafrika, China, Japan, Australien, Peru, Argentinien, Mexiko sowie in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Wollastonit

Auch wenn Bustamit aufgrund der Mangangehalte als Erz wirtschaftlich interessant ist, kommt ein Abbau wegen der wenige Vorkommen weltweit nicht in Frage. Stattdessen wird Bustamit als Mineral für Sammlungen geschätzt.


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Quellen:

Mineralien-Steckbriefe