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Chalkopyrit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chalkopyrit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chalcopyrite | französisch: chalcopyrite


Chalkopyrit
Chalkopyrit

Der Name Chalkopyrit geht auf den deutschen Mineralogen Johann Friedrich Henckel (1678 bis 1744) zurück. Er leitet den Namen von den griechischen Wörtern für Kupfer und Feuer ab und bezieht sich damit sowohl auf einen Bestandteil des Minerals als auch auf die Eigenschaft, beim Anschlag feuerartige Funken zu versprühen. Das Synonym Kupferkies war schon zu Zeiten des deutschen Geologen und Mineralogen Georgius Agricola (1494 bis 1555) ein Begriff; genau wie der griechische Philosoph Aristoteles (384 bis 322 v.Chr.) bereits Funde von Chalkopyrit auf der Insel Zypern beschrieb.


Eigenschaften von Chalkopyrit

Chalkopyrit ist ein Sulfid bestehend aus CuFeS2.
Üblich sind gold- bis messinggelbe Farbtöne des Minerals; mitunter kann Chalkopyrit regenbogenfarbig schimmernd anlaufen. Trotzdessen ist die Strichfarbe grünschwarz.
Das Mineral kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem, die verzerrten Kristalle sind tetraedrisch, wenn auch von geringer Größe. Häufig sind die Kristalle miteinander zu Zwillingen oder Viellingen verwachsen. Als Aggregat tritt das Kupfermineral massig, trauben- und nierenförmig oder keilartig auf.
Der Glanz von Chalkopyrit ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Chalkopyrit weist eine Mohshärte von 3,5 bis 4 auf, das spezifische Gewicht beläuft sich auf 4,2 bis 4,3.


Chalkopyrit
Chalkopyrit

Entstehung und Verbreitung von Chalkopyrit

Chalkopyrit entsteht vorwiegend pneumatolytisch oder hydrothermal in sulfidhaltigen Lagerstätten, ist deshalb häufig in vielen Gesteinen magmatischen Ursprungs enthalten. Kupferkies kann aber auch in Sedimentgesteinen unter Redoxbedingungen gebildet werden.
Bei fortschreitendem Kontakt mit Wasser, Sauerstoff oder wässrigen Lösungen kann das Mineral in Pyrolusit, Kupferpecherz, Buntkupferkies, Chalkanthit oder Malachit übergehen.
Die Vorkommen von Chalkopyrit werden häufig von Granit, Diorit, Porphyr, Buntkupferkies (Bornit), Fluorit, Baryt, Galenit, Kassiterit, Pyrit, Sphalerit, Quarz oder Calcit begleitet.
Verwechslungsgefahr besteht aufgrund der farblichen Ähnlichkeit, des metallischen Glanzes und der Ausprägungen der Kristalle mit Pyrit, Markasit und Gold.
Als Fundort sind u.a. Falun/Schweden; Sulitjelma, Röros, Lökken/Norwegen; Elsass/Frankreich; Sudbury, Cornwall/England; Goslar (Harz), Mansfelder Land; Freiberg (Erzgebirge), Siegerland/Deutschland; Slowakei; Agordo, Venetien/Italien; Rio Tinto/Spanien; Ostanatolien/Türkei; Ural/Russland; Kasachstan; Rumänien; Transvaal/Südafrika; Ari/Japan; Australien; Peru; Chile; Mexiko und Montana, Arizona, Idaho/USA bekannt.


Chalkopyrit
Chalkopyrit

Bedeutung und Verwendung

Chalkopyrit ist ein begehrter Rohstoff in der Kupfergewinnung. Etwa 80 % der globalen Kupferproduktion fallen auf Chalkopyrit. Auch wenn der Kupferanteil im Mineral bei etwa 34 % liegt, wird Chalkopyrit häufiger zu wirtschaftlichen Zwecken abgebaut als Cuprit, das bis zu 90 % aus Kupfer besteht. Begründet wird dieser Umstand mit der Tatsache, dass Chalkopyrit weit verbreitet ist.


Nachweis von Chalkopyrit

Chalkopyrit ist in Salpetersäure löslich, bei Kontakt mit Salzsäure kann die Mineraloberfläche angegriffen werden, indem diese farbig anläuft. In der offenen Flamme verfärbt sich Chalkopyrit grün.


Siehe auch:
Pyritsonne
Arsenopyrit
Pyrit
Die Entstehung von Mineralen


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Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org - chalcopyrite

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Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2018

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