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Ägirin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Ägirin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

ÄgirinEtymologisch stammt der Name Ägirin aus der nordischen Sagenwelt ab. Ägir war der Gott des Meeres. In Anlehnung an die dunkle Farbe des Minerals, die an tiefe Gewässer erinnert und weil Ägirin erstmal in Norwegen geborgen wurde, erhielt das Mineral den Namen Ägirin.

Eigenschaften von Ägirin
Ägirin ist ein Vertreter der Klasse der Silikate mit der Zusammensetzung NaFe3+Si2O6. Innerhalb der Silikate stellt das Mineral ein Klinopyroxen dar und wird damit der Pyroxen-Gruppe zugeordnet.
Die Farbe von Ägirin ist zumeist schwarz, kann auch dunkelgrün, schwarzgrün, dunkelrot oder schwarzbraun sein. Die Strichfarbe ist gelbgrau.
Die Ausbildung der Kristalle folgt dem monoklinen Kristallsystem, entsprechend ausgeprägt werden lange, prismatische Kristalle. Charakteristisch für die Kristalle sind Längsstreifen. Zwillingsbildungen sind möglich.
Der Glanz von Ägirin ist glas- bis harzartig, die Transparenz ist durchscheinend bis undurchsichtig. Ägirin bricht uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Härte des Minerals beträgt 6, das spezifische Gewicht wird mit 3,55 bis 3,66 angegeben.

Ägirin Entstehung und Verbreitung von Ägirin
Ägirin ist magmatischen Ursprungs, findet sich als Gemengteil mitunter auch in Metamorphiten.
Mit Ägirin vergesellschaftet sind weitere Pyroxene wie Hedenbergit, Augit, Pigeonit, Jadeit, Omphacit, Diopsid und Spodumen sowie das Gestein Syenit.
Bedeutende Funde wurden bislang in Skaadoe, Brevik/Norwegen; Grönland; Halbinsel Kola/Russland; Malawi, Mont Saint Hilaire, Quebec/Kanada; Arkansas, Montana/USA dokumentiert.
Aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit kann Ägirin mit Schörl verwechselt werden.

Verwendung von Ägirin
Ägirin ist vor allem von Interesse für Sammler.

Nachweis von Ägirin
Ägirin zeichnet sich durch einfaches Schmelzverhalten in der Flamme aus. Zur genauen Abgrenzung von ähnlichen Mineralen bietet sich die Untersuchung auf Natrium-Gehalte an.

Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - aegirine

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