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Nosean Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Nosean - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: nosean | französisch: noséane


Das Mineral Nosean wurde zum ersten Mal 1815 am Schellkopf, einer Erhebung bei Brenk in der Eifel/Deutschland, gefunden. Die erste schriftliche Erwähnung des Minerals geht auf den deutschen Chemiker Martin Heinrich Klaproth (1743 bis 1817) zurück, der das neue Mineral zu Ehren des deutschen Mineralogen Karl Wilhelm Nose (1758 bis 1853) Nosean nannte.


Eigenschaften von Nosean

Mit der Zusammensetzung Na8(Al6Si6)O24(SO4)·H2O ist Nosean ein kristallwasserhaltiges Mineral der Silikatklasse. Ferner bildet Nosean zusammen mit Sodalith, Helvin, Hauyn, Lasurit, Tugtupit und Danalith die Sodalith-Reihe.
Nosean ist von weißer, grauer, blauer oder brauner Farbe, kann aber auch farblos sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Nosean kristallisiert im kubischen Kristallsystem und bildet typischerweise dodekaedrische, zwölfflächige Kristalle, die von sehr geringer Größe sind. Die Aggregate sind körnig oder massig.
Das Mineral weist Glas- bis Fettglanz auf, ist dabei von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte beträgt 5,5 bis 6 bei einem spezifischen Gewicht von 2,3 bis 2,4.


Entstehung und Verbreitung von Nosean

Nosean ist Mineral magmatischen Ursprungs, infolge dessen in entsprechenden Gesteinen, vorrangig in Basalt oder Phonolith, zu finden. Nephelin, Leucit, Magnetit, Zirkon, Titanit, Ilmenit und diverse Glimmerminerale sind Minerale, die mit dem selten vorkommenden Nosean vergesellschaftet sein können.
Als Fundorte von Nosean sind unter anderem Vorkommen in Frankreich, Eifel und Kaiserstuhl/Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Tschechien, Russland, Afghanistan, Australien, Kanada und in den USA bekannt.


Verwendung und Bedeutung von Nosean

Der Seltenheit wegen kommt für Nosean keine wirtschaftliche Nutzung in Betracht, wird aber von Sammlern geschätzt.


Nachweis von Nosean

Bei Kontakt mit Säuren wird Nosean gelförmig.


Seltene Minerale
Kristallwasser
Blaue Diamanten


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - nosean

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Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2018

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