Logo steine-und-minerale.de

Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 02.07.2019


Forsterit

Forsterit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: forsterite | französisch: fosterite


Das Mineral Forsterit wurde erstmals im Jahr 1824 am Monte Somma in Italien entdeckt und von Armand Lévy (1795 bis 1841) beschrieben. Der französische Mineraloge wählte als Pate für den Namen Forsterit seinen englischen Kollegen Adolarius Jacob Forster (1739 bis 1806).


Eigenschaften von Forsterit

Forsterit ist ein Silikatmineral mit der Zusammensetzung Mg2[SiO4] und ist ein Vertreter der Olivin-Gruppe, wo Forsterit eine Mischreihe mit Fayalit und Tephroit bildet.
Die Farbe von Forsterit variiert zwischen farblos in der Reinform und weiß, gelb, grün und grau, wobei Eisen und Magnesium farbgebende Elemente sind. Dem entsprechend lässt intensiv grüner Forsterit auf hohe Eisengehalte schließen, während gelber Forsterit mit einem hohen Magnesiumwert zu erklären ist. Die Strichfarbe ist weiß.
Forsterit kristallisiert dem orthorhombischen Kristallsystem folgend und bildet prismatische, tafelige Kristalle. Die Aggregate sind körnig.
Das Olivin-Mineral Forsterit weist einen fettigen bis glasartigen Glanz bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz auf. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist gut. Die Mohshärte von Forsterit beträgt 6 bis 7 bei einer Dichte von 3,2 bis 3,3 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Forsterit

Forsterit ist ein Mineral, das sowohl im Zusammenhang mit Gesteinen magmatischen wie auch metamorphen Ursprungs zu finden ist. Vor allem die Gesteine Dunit, Peridotit, Norit, Lamproit und Pyroxenit sind besonders forsterit-reich.
Die Vorkommen von Forsterit sind mit zahlreichen weiteren Mineralien vergesellschaftet, darunter z.B. Serendibit, Diopsid, Entstatit, Korund, Chromit, Spinell, Plagioklas, Calcit, Magnetit, Chlorit und Phlogopit.
Forsterit ist ein weltweit häufig verbreitetes Mineral, das u.a. in Schweden, Finnland, Dänemark, England, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Spanien, Italien, Griechenland, Türkei, Afghanistan, Pakistan, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Ukraine, Mongolei, Marokko, Ägypten, Äthiopien, Libyen, Tansania, Südafrika, Iran, Irak, Oman, Indien, Indonesien, Myanmar, Japan, China, Neuseeland, Australien, Antarktis, Brasilien, Chile, Mexiko, Kanada sowie in den USA zu finden ist.


Verwendung und Bedeutung von Forsterit

Forsterit wird vorrangig zu Schmuck verarbeitet und kommt als Mineral für Olivinsand (Sandstrahlmittel) zum Einsatz.


Siehe auch:
Der Olivin von Hawaii
Grüne Diamanten
Fulgurit


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine: alle alle Arten und Varietäten; 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2019

Steine schleifen mit Profimaschinen

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe