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Cubic Zirconia - CZ-Diamant



Diamanten zählen zu den wertvollsten Edelsteinen der Welt. Der Preis von Diamanten richtet sich nach der Qualität, die anhand der sogenannten 4C – Carat (Gewicht), Cut (Schliff), Color (Farbe) und Clarity (Reinheit) – nach international einheitlichen und objektiven Maßstäben bestimmt wird. Bei besonders hochwertigen Exemplaren kann der Preis pro Karat durchaus im fünfstelligen Bereich liegen. Eine kostengünstige Alternative zu natürlichen Diamanten sind Zirkonias: synthetisch hergestellte Kristalle, die dem Erscheinungsbild von Diamanten ähneln, jedoch künstlich gezüchtet werden.



Definition CZ-Diamant

Der Name CZ-Diamant kann leicht zu der Annahme verleiten, es handele sich um eine besondere Form oder Varietät des Diamanten. Tatsächlich sind CZ-Diamanten jedoch weder echte Mineralien noch natürliche Diamanten, sondern künstlich hergestellte Kristalle ohne mineralogische Verwandtschaft zu echten Diamanten.
Von Diamanten gibt es keine Varietäten. Die wertvollen Steine werden allenfalls der Farbe nach in weiße und Fancy Diamanten bzw. Farbdiamanten unterschieden.

Der Name CZ-Diamant steht als Abkürzung für Cubic Zirconia Diamant – ein Zirkonia, der eine Imitation von Diamanten darstellt.
Im deutschsprachigen Raum ist mitunter auch der Begriff KSZ gängig: kubisch stabilisiertes Zirkoniumoxid.
Der Name spielt demnach sowohl auf das kubische Kristallsystem , d.h., die Form der Kristalle, sowie auf die chemische Zusammensetzung von Zirkonia an.

Nach den Statuten der International Mineralogical Association (IMA) gelten Cubic Zirkonia-Diamanten nicht als Mineralien. Eines der wichtigsten Kriterien, mit denen Mineralien definiert werden, ist der natürliche Ursprung der Kristalle. Da Zirkonia-Kristalle unter kontrollierten Laborbedingungen gezüchtet werden, ist diese Voraussetzung nicht erfüllt.


zirkonia
Zirkonia als Edelsteinimitation gibt es in allen erdenklichen Farben

Herstellung von CZ-Diamant

Diamanten bestehen aus reinem Kohlenstoff, der unter extremen Druck- und Temperaturbedingungen im Erdinneren zum härtesten aller auf der Erde bekannten Mineralien verfestigt wurde.
Der geologische Prozess, bei dem aus Kohlenstoff ein Diamant entsteht, erstreckt sich über sehr lange Zeiträume und dauert in der Regel mehrere Millionen Jahre.

Die Herstellung von Zirkonias erfolgt unter Laborbedingungen innerhalb weniger Tage.

Im Jahr 1973 stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Lebedew-Instituts für Physik an der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau der Öffentlichkeit erstmals Zirkonia-Kristalle vor. Ursprünglich wurden die synthetisch gezüchteten Steine als Ersatz für natürliche Diamanten entwickelt, die in der Lasertechnologie zum Einsatz kommen sollten. Doch schon bald erkannte man das Potential der neuen Steine für den Edel- bzw. Schmuckmarkt.

Zirkonia besteht hauptsächlich aus Zirkoniumoxid, das mit einem 15 bis 18 %-igem Anteil an Calcium- oder Yttriumoxid vermengt wird, das der Stabilisierung der Kristalle dient. Der Basismischung werden schließlich farbgebende Metalloxide hinzugefügt. Je nach gewünschter Farbgebung – und je nachdem, welcher Edelstein imitiert werden soll – entstehen Zirkonia in zahlreichen Farbvarianten. Angeboten werden sie unter anderem in farblos, gelb, orange, rot, rosa, violett, blau, grün, braun, schwarz und grau, jeweils in unterschiedlichen Abstufungen und Helligkeiten.
Die pulverisierten Bestandteile der Zirkonias werden im Hochtemperaturofen bei ca. 2.700 °C zusammengeschmolzen und liegen nach einer Abkühlungsphase als kubische Kristalle vor, die sich schleifen und polieren lassen.


Diamant versus CZ-Diamant

Zirkonia gelten als preisgünstige Alternative zu natürlichen Diamanten. Hochwertig geschliffene Cubic-Zirconia-Steine sind für Laien auf den ersten Blick oft nur schwer von echten Diamanten zu unterscheiden. Juweliere sowie gemmologische Labore verfügen jedoch über spezielle Prüfgeräte, mit deren Hilfe sich die Echtheit von Diamanten zuverlässig nachweisen lässt.

Tabelle: Die Eigenschaften von Zirkonia und Diamant im Vergleich
EigenschaftZirkoniaDiamant
Entstehung im Labor gezüchtetnatürlich, unter hohen Druck- und Temperaturverhältnissen
ZusammensetzungZrO2C
Farbe alle Farben weiß und farbig (sog. Fancy Diamanten)
Glanz fettig bis glasartig diamanten
Härte 8 bis 8,5 10
Dichte 5,6 bis 6,0 g/cm3 3,47 bis 3,55 g/cm3
Preis ab wenigen Cents/Modeschmuck-Segment abhängig von Farbe, Reinheit, Schliff und Gewicht in Karat

Neben der chemischen Zusammensetzung liegt der größte Unterschied in der Härte beider Steine. Mit einer Mohshärte von 10 gibt es weltweit kein anderes Mineral, das härter ist als ein Diamant.
Die Härte von Zirkonia beträgt 8 bis 8,5 – vergleichbar mit der Mohshärte von Smaragd, Aquamarin, Morganit, Goshenit und Topas.

Ein weiterer Unterschied von Diamant und Zirkonia ist die Wärmeleitfähigkeit. Diamanten weisen einen deutlich höheren Wärmeleitwert auf (Diamant: 2300 W/m·K; Zirkonia: 2,5 bis 3 W/m·K), was die Verwendung von Diamanten als Industriediamanten im technischen Bereich erklärt.

in weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Diamant und Zirkonia liegt in der Lichtbrechung, die maßgeblich für die wahrgenommene Brillanz eines Edelsteins ist. Mithilfe eines Refraktometers lässt sich bestimmen, wie Licht in einen Stein eintritt, mit welcher Geschwindigkeit es sich darin ausbreitet und in welchem Winkel es reflektiert und in seine Spektralfarben zerlegt wird. Der Brechungsindex von Diamanten beträgt 2,42, während Zirkonia einen Wert von etwa 2,18 aufweisen. Obwohl diese Zahlen vergleichsweise nahe beieinanderliegen, wird im direkten Vergleich deutlich, dass Diamanten ein intensiveres Funkeln sowie ein ausgeprägteres Farbenspiel zeigen. Nicht zuletzt unterscheidet sich auch der Preis erheblich. Zirkonia kosten bei vergleichbarer Größe beziehungsweise gleichem Karatgewicht nur einen Bruchteil dessen, was für natürliche Diamanten aufzubringen ist, und stellen damit eine deutlich günstigere Alternative dar.


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Quellen:


Letzte Aktualisierung: 06.01.2026



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