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Phonolith Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Phonolith - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: phonolite | französisch: phonolite


Der Name Phonolith ist griechischen Ursprungs und wird mit klingender Stein übersetzt. Der deutsche Mineraloge Karl Cäsar von Leonhard (1779 bis 1862) wählte 1824 diesen Namen, da das Gestein einen klaren, hellen Ton von sich gibt, wenn man mit einem Gegenstand dagegen schlägt.
Zu Beginn des Jahres 2014 wurde Phonolith vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) zum Gestein des Jahres 2014 gekürt.


Eigenschaften von Phonolith

Phonolith wird zu den magmatischen Gesteinen extrusiver Herkunft gezählt.
Die Farbe des Gesteins ist vielfältig, variiert zwischen braun, grau, grün und rötlich.
Begründet wird die Farbe von Phonolith durch die Haupt- und Nebengemengteile. Zum Großteil besteht Phonolith aus den Mineralen Ägirin, Albit, Sanidin, Nephelin, Augit, Anorthoklas und Riebeckit. Die Nebengemengteile (bis zu fünf Prozent am Aufbau des Gesteins beteiligt) werden beschrieben durch Leucit, Analcim, Sodalith, Melanit, Nosean und Apatit. In noch geringeren Mengen, den Akzessorien, besteht Phonolith aus Titanit und Wollastonit.
Das Gefüge von Phonolith ist geprägt durch die fein- bis mittelkörnige Korngröße der gesteinsbildenden Minerale und die porphyrische Textur – d.h. in einer feinkörnigen Gesteinsmatrix von heller Farbe befinden sich größere, mehr oder weniger gut ausgebildete Kristalle, insbesondere Ägirin und Feldspat-Minerale sind auffällig. Weitere optische Kennzeichen von Phonolith sind raue Gesteinsoberfläche, der muschelige Bruch und bisweilen auch die leichte Schieferung. Die Dichte beträgt 2,7 bis 2,9 g/cm3.


Entstehung und Verbreitung von Phonolithen

Als sog. Vulkanit entsteht Plutonit an der Erdoberfläche durch die Abkühlung heißer Gesteinsschmelzen.
Auch wenn Phonolith weit weniger bekannt ist als Granit, Gneis und Basalt, kommt das Gestein dennoch weltweit in vulkanisch geprägten Regionen vor, wie bspw. in der Eifel, am Kaiserstuhl, am Laacher See, in Rhön und Spessart/Deutschland ebenso wie in Frankreich; Italien; Kanarische Inseln/Spanien; England; im Bereich des Zentralafrikanischen Grabenbruchs; in Kanada, Brasilien und in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Phonolithen

Phonolith weist ein breites Nutzungssprektrum auf. Neben der Verwendung als Naturstein im Innen- wie auch Außenbereich von Gebäuden kommt Phonolith auch als Schotter und als Rohstoff für Kalidünger zum Einsatz.


Siehe auch:
Merkmale von Gesteinen: Haupt- und Nebengemengteile
Verwitterung von Gesteinen
Das älteste Gestein der Welt



Quellen:
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg*
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart*
www.gestein-des-jahres.de: Gestein des Jahres 2014 - Phonolith

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Letzte Aktualisierung: 2. November 2018

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