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Opalith

Opalith - Eine Opalsimulation

Opal und Opalith – zwei Begriffe, die häufig miteinander verwechselt werden, aber tatsächlich aus verschiedenen Materialien bestehen. Während hinter dem Namen Opal ein natürlich entstandenes Mineral steht, handelt es sich bei Opalith um einen gezüchteten Kristall, der als Opal-Simulation verkauft wird.


opalith
Opalith

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften von Opalith

Auch wenn die Bezeichnung Opalith vorrangig für künstliche Opale verwendet wird, findet der Begriff Opalith teilweise auch in der mineralogischen Literatur Erwähnung als Bezeichnung für Opale, denen die für Opale charakteristische Opaleszenz fehlt.

Auf den ersten Blick ist der Unterschied zwischen einem echten Opal und Opalith nur schwer zu erkennen. Die Nachahmungen simulieren Edelopale genau wie Gemeine Opale. Der wesentliche Unterschied beider Opal-Arten ist das irisierende Farbspiel. Edelopale zeichnen sich durch eine intensive, ausgeprägte Opaleszenz in den Farben des Regenbogens aus; dahingegen sind gemeine Opale von milchig-trüber Transparenz und von fehlendem Farbspiel.

Da Opalith industriell hergestellt wird, sind nahezu alle erdenklichen Farben und Farbverläufe möglich: vom bläulichen Weiß bis hin zu mehreren Farben in einem Stein.
Die wesentlichen Bestandteile von Opalith sind Siliciumdioxid und Resin und/oder Polystyrol.

Im Vergleich zu echten Opalen weist Opalith mit einer Mohshärte von 4 eine geringere Härte auf. Ebenso weicht die Dichte des künstlichen Opals Opalith von Opalen ab. Die Dichte von Opalith beträgt 2,20 bis 2,24 g/cm³, während Opale natürlichen Ursprungs eine Dichte von 1,98 bis 2,5 g/cm³ aufweisen Die Varianz der Dichte von echten Opalen wird mit dem Kristallwasseranteil der Quarzvarietät begründet. Der Kristallwassergehalt von Opalen schwankt mit dem Alter zwischen 9 und 20 %, d.h., ältere Opale sind leichter aufgrund des geringer werdenden Kristallwasseranteils. Das fehlende Kristallwasser von Opalith ist ein weiterer Unterschied beider Steine.


Entstehung von Opalith

Der erste Opalith wurde der Weltöffentlichkeit im Jahr 1988 auf der Tuscon Gem and Mineral Show vorgestellt – damals noch unter dem Namen Kyocera-Opal.
Das in Kyoto in Japan ansässige Unternehmen ist vor allem für die Herstellung von Produkten im Technologiebereich bekannt, fertigt aber auch Gegenstände für den Haushalt und Feinkeramik an, und gilt als Erfinder von Opalith. Zu Ehren des Kyocera-Gründers Kazuo Inamori wird Opalith auch Inamori-Opal oder Kyocera-Opal genannt.

Bei der Herstellung von Opalith hat sich das japanische Unternehmen an der natürlichen Struktur von Opalen orientiert mit dem Ergebnis, dass das opal-eigene Schillern erfolgreich imitiert werden konnte.

Unter dem Mikroskop erkennt man bei natürlichen Opalen regelmäßig angeordnete, mikroskopisch kleinen Kugeln aus amorphem Siliciumdioxid. Treffen Lichtstrahlen auf diese gleichmäßig angeordneten Silica-Sphären, werden diese gebeugt und interferieren miteinander. Dadurch entsteht das für Edelopale typische Farbspiel.
Opalith simuliert diesen Aufbau mittels Siliciumdioxid als Grundlage (80 %) und mikroskopisch kleinen Resin- oder Polystyrol-Kügelchen als Einschluss (20 %).


Verwendung und Bedeutung von Opalith

Opalith und Schmuck

Opalith dient in erster Linie als Ersatz für echte Opale in Schmuck. Neben der kostengünstigen Herstellung sind die dauerhafte Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit , Beständigkeit des Materials sowie der Preis als bedeutende Vorteile gegenüber echten Opalen zu nennen.

Genau wie echte Opale werden Opalithe mit Glattschliffen, z.B. Cabochonschliff, Donuts oder Trommelstein, versehen, um die optischen Finessen des Steins zu betonen.


Heilstein Opalith

Einige Händler bieten Opalith als Heilstein an, der einen positiven Effekt aus die Gesundheit von Körper und Seele verspricht. In klinischen Untersuchungen konnte die Heilwirkung von Opalith und anderen Heilsteinen jedoch nicht bewiesen werden.


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Quellen:


Autor: (steine-und-minerale.de)

Letzte Aktualisierung: 26.06.2026

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