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James Dwight Dana





James Dwight Dana wurde am 12. Februar 1813 in Utica/USA geboren.

James Dwight Dana interessierte schon in jungen Jahren für Steine und Minerale sowie Pflanzen und Insekten. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Dana sich einem naturwissenschaftlichen und geologischen Studium widmete. 1830 beendete er sein Studium an der Yale University in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut, dem 1833 die Promotion und anschließend eine zweijährige Anstellung als Mathelehrer auf einem US-Schulschiff im Mittelmeer folgten. Hier kam er erstmals in Kontakt mit den italienischen Vulkanen, die Vorlagen für entsprechende Veröffentlichungen zum Thema Vulkanismus darstellten.

Wieder auf dem nordamerikanischen Kontinent zurück, wurde Dana 1836 Assistent seines zukünftigen Schwiegervaters und Naturforschers Benjamin Silliman (1779 bis 1864). Ein Jahr später verließ Dana Silliman, da er als Mineraloge und Geologe gebeten wurde, an einer Forschungsexpedition im Pazifik teilzunehmen – die so genannte U.S. Exploring Expedition. Die von 1837 beginnende bis 1842 andauernde Entdeckungsfahrt fand unter der Leitung von US-Marineoffizier Charles Wilkes (1789 bis 1877) statt. Ziel der Expedition war neben Kartierung der auf der Route angeheuerten Stationen im Pazifik, Antarktischen Ozean, Nord- und Südamerika, Asien, Australien und Ozeanien auch die Erfassung kulturgeschichtlicher, geologischer sowie biologischer Daten. Hervorzuheben sind die zu dieser Zeit aus der Feder von James Dwight Dana stammenden Werke über Korallen, Anemonen und Krustentiere sowie über die Schriften zur Geologie des Pazifischen Ozeans.

In den Folgejahren war Dana Dozent für Geologie und Naturgeschichte in Yale, diese Stelle hatte er bis 1892 inne – 1850 wurde er zudem Professor für Naturgeschichte und Geologie.

Und selbst wenige Jahre vor seinem Tod lebte Dana seine Leidenschaft für Entdeckungen aus. 1887 machte er Station auf Hawaii; dem folgte 1890 eine Publikation über die Vulkane der Inselgruppe im Pazifischen Ozean.

Neben seiner Lehrtätigkeit verfasste Dana weit über 200 Aufsätze, Lehrbücher und Artikel zu den Themen Mineralogie, Geologie und Zoologie, die mitunter bereits zu Danas Lebzeiten mehrfach neu auferlegt wurden. Ferner war Dana von 1846 an Mitherausgeber, später auch Hauptherausgeber, des American Journal of Science and Arts – einem sehr bedeutenden Wissenschaftsmagazin, insbesondere geowissenschaftlich ausgerichtet. Ein weiterer Verdienst für die Wissenschaft ist die Gründung der Geological Society of America im Jahr 1888 zusammen mit den Geologen und Paläontologen Alexander Winchell und James Hall.

Danas zahlreiche und vielfältige Arbeiten wurden bereits zu Lebzeiten honoriert. So wurde er beispielsweise 1874 mit der Wollaston-Medaille von der Geological Society of London (England) ausgezeichnet, die besondere Verdienste im Bereich Geologie ehrt. 1877 folgte die Copley-Medaille der Royal Society (England), die Leistungen aller wissenschaftlicher Fachbereiche ehrt sowie 1882 die Clarke-Medaille von Royal Society of New South Wales (Australien), die Naturwissenschaftler auszeichnet.

Mineralogisch interessierten Lesern ist Dana vermutlich am bekanntesten im Zusammenhang mit der Systematik der Minerale – veröffentlicht 1837. Das heute noch gültige Konzept Danas kategorisiert Minerale der chemischen Zusammensetzung wegen in neun verschiedene Mineralklasse (siehe dazu: Systematik der Minerale). Aber auch in geologischen Themen regte Dana mit seinen Überlegungen die Fachwelt an: er distanzierte sich vom biblischen Schöpfungsgedanken, brachte erstmals die Begriffe Paläozoikum und Geosynklinale im geologischen Wortschatz in Erwähnung.

Ebenso wie andere Mineralogen und Geologen wurde auch Dana die Ehre zuteil, dass ein Mineral nach ihm benannt wurde. Das Mineral Danalith wurde 1866 in Rockport, Massachusetts entdeckt, ist von gelber, grauer, pinker bis rotbrauner Farbe und ein Vertreter der Silikate.

Im Alter von 82 Jahren verstarb James Dwight Dana am 14. April 1895 in New Haven, USA.

Bibliographie von James Dwight Dana (Auswahl)
Jahr Titel
1835 On the condition of Vesuvius in July, 1834
1836 A new mineralogical nomenclature
1836 On the formation of Compound or Twin Crystals
1837 A System of Mineralogy: Including an extended treatise on crystallography: with an Appendix, containing the Application of Mathematics to crystallographic Investigation and a Mineralogical Bibliography
1837 On the identity of the Torrelite of Thomson with Columbite
1846 On the occurrence of Fluor Spar, Apatite and Chondrodite in Limestone
1849 Report on the geology of the Pacific
1851 Manual of Mineralogy, including Observations on Mines, Rocks, Reduction of Ores, and the application of the Science to the Arts
1854 A System of Mineralogy: comprising the most recent discoveries including full descriptions of species and their localities, chemical analyses and formulas, tables for the determination of minerals, with a treatise on mathematical crystallography and the drawing of figures of crystals
1856 Science and the Bible; A review of “The six days of Creation” of Prof. Tayler Lewis
1862 Manual of Geology: treating of the principles of the science with special reference to American geological history; for the use of Colleges, Academies and Schools of Science
1864 A Text-book of Geology: designed for Schools and Academies
1875 The Geological story briefly told: an introduction to geology for the general reader and for beginners in the science
1877 A text-book on mineralogy: with an extended treatise on crystallography and physical mineralogy
1884 Papers on the quaternary in New England. Including the glacial and fluvial phenomena or the drift and terraces
1887 Manual of Mineralogy and Lithology: containing the elements of the science of minerals and rocks. For the use of the practical mineralogist and geologist and for instruction in schools and colleges
1889 Points in the geological history of the islands of Maui and Oahu
1890 Characteristics of Volcanoes, with contributions of facts and principles from the Hawaiian Islands
1891 On the four rocks of the New Haven region, East rock, West rock, Pine rock and Mill rock in illustration of the features of non-volcanic igneous ejections: with a guide to walks and drives about New Haven.

Siehe auch:
George Frederick Kunz
Parker Cleaveland
Henry How



Quellen:
- www.uh.edu
- www.gsahist.org
- www.sil.si.edu
- www.minoscam.org
- www.mindat.org

Letzte Aktualisierung: 13. August 2017




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