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Rhodonit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Rhodonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: rhodonite | französisch: rhodonite


Rhodonit
Rhodonit-Trommelstein

Der Name Rhodonit geht auf den deutschen Naturforscher Christoph Friedrich Jasche (1780 bis 1871) zurück. Er gab dem Mineral den aus dem Altgriechischen entlehnten Namen Rhodonit - Rosenstein; ein Verweis auf die Farbe des Minerals.



Eigenschaften von Rhodonit

Rhodonit zählt mit der chemischen Zusammensetzung MnSiO3 zur Mineralklasse der Silikate. Aufgrund der Mangangehalte wurde Rhodonit in der Vergangenheit auch als Mangankiesel bezeichnet. Die Bezeichnung Kiesel hingegen ist ein veralteter Begriff für siliciumdioxidhaltige Mineralien.
Typisch für Rhodonit ist die rote, rosa, braunrote oder gelbgraue Farbe, wobei die beiden zuletzt genannten Farben oftmals als Rhodonit-Varietät Fowleit geführt werden. Häufig ist das Mineral von schwarzen Adern oder Einsprenglingen, bestehend aus Manganoxid, durchzogen. Die Strichfarbe ist trotz der Farbvielfalt von Rhodonit immer weiß.
Rhodonit kristallisiert dem triklinen Kristallsystem folgend und bildet tafelige, prismatische Kristalle. Die Aggregate des Minerals sind plattig, körnig, dicht und derb.
Rhodonit ist glasartigem Glanz, auf Spaltflächen auch Perlmuttglanz. Die Transparenz variiert von durchsichtig bis undurchsichtig. Die Spaltbarkeit ist vollkommen, der Bruch ist muschelig-uneben. Rhodonit ist mit einer Mohshärte von 5,5 bis 6,5 ein härteres Mineral, die Dichte beträgt 3,4 bis 3,73 g/cm3.



Rhodonit
Rhodonit ungeschliffen

Entstehung und Verbreitung von Rhodonit

Rhodonit entsteht im Zusammenhang mit hydrothermal überprägten, manganreichen Lagerstätten, wird aber auch in manganhaltigen, metamorphen Gesteinen gefunden.
Dabei sind die Vorkommen von Rhodonit unter anderem mit Spessartin, Hausmannit, Rhodochrosit, Magnetit, Calcit, Willemit, Galenit, Tephroit, Franklinit und Pyrit vergesellschaftet.
Bedeutende Vorkommen des vergleichsweise seltenen Minerals befinden sich neben dem ersten erwähnten Fundort von Rhodonit in Schävenholz im Harz/Deutschland auch in Värmland/Schweden, Siebenbürgen/Rumänien; Ural/Russland; England; Indien; Südafrika; Tansania; Madagaskar; Australien; Neuseeland; Brasilien; Mexiko; USA; Kanada und Japan.



Rhodonit
Rhodonit

Verwendung und Bedeutung von Rhodonit

Rhodonit ist insbesondere als Stein für Schmuck von Interesse. Um die Muster und Farbe von Rhodonit zu betonen, kommen bei undurchsichtigen Exemplaren Glattschliffe (z.B. Cabochonschliff, Trommelstein, Donuts) zur Anwendung. Die Farbe und Reinheit von durchsichtigen Rhodoniten hingegen kommt am besten mit Facettenschliffen zur Wirkung, was sich auch im Preis von Rhodonit niederschlägt. Einfarbige, reine Steine im Facettenschliff sind von höherem Wert als undurchsichtige Steine im weniger aufwändigen Glattschliff.
In der Vergangenheit wurden zudem Wandvertäfelungen aus dem Mineral gefertigt.
Trotz der Mangangehalte von Rhodonit ist das Mineral weniger als Erz von Bedeutung, insofern der Mangangehalt von Rhodonit wirtschaftlich nicht als rentabel eingestuft wird.
Daneben wird Rhodonit als Chakrastein/Heilstein verkauft, auch wenn die Heilwirkung von Rhodonit in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht bestätigt werden konnte.


Nachweis von Rhodonit

Rhodonit reagiert empfindlich bei Kontakt mit Säuren und Laugen, infolge derer sich das Mineral zersetzen kann. In der offenen Flamme schmilzt Rhodonit bereits bei geringen Temperaturen.
Unter UV-Licht fluoresziert Rhodonit nicht, der Pleochroismus erscheint intensiv dunkelrosa bis gelbrot.


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Siehe auch:
Rosa Diamanten
Edelsteine - Überblick und Merkmale von Edelsteinen
Mineralien und Sternzeichen


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org - rhodonite

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Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2019

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