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Kornerupin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Kornerupin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: kornerupine | französisch: kornerupine


Der Name Kornerupin geht auf den dänischen Mineralogen Johannes Theodor Lorenzen (1855 bis 1884) zurück, der das 1884 in Qeqertarsuatsiaat/Grönland entdeckte Mineral nach dem dänischen Mineralogen Andreas Nikolaus Kornerup (1857 bis 1883) benannte.


Eigenschaften von Kornerupin

Kornerupin ist ein Silikatmineral mit der chemischen Zusammensetzung Mg3Al6(Si,Al,B)5O21(OH).
Die Farbe von Kornerupin ist variabel. In der Reinform ist Kornerupin farblos; Beimengungen von anderen Elementen und Gitterbaufehler sind der Grund für die grüne, grünbraune, braune, gelbgrüne oder graue Farbe des Minerals. Die Strichfarbe ist in allen Fällen weiß.
Kornerupin kristallisiert dem orthorhombischen Kristallsystem folgend und bildet langprismatische Kristalle. Die Aggregate des Borsilikats sind radialstrahlig oder körnig.
Der Glanz von Kornerupin ist matt bis glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist gut. Kornerupin weist eine Mohshärte von 6,5 bis 7 auf, die Dichte beträgt 3,27 bis 3,35 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Kornerupin

Kornerupin ist ein Mineral metamorphen Ursprungs, das aus der Umwandlung (Metamorphose) von borhaltigen Gesteinen magmatischer und sedimentärer Herkunft entsteht (Näheres siehe: Die Entstehung von Mineralien). Entstehungsbedingt sind die Vorkommen von Kornerupin an Granulite und Amphibolite gebunden, wobei das Mineral mit einer Reihe weiterer Mineralien vergesellschaftet ist, darunter zum Beispiel Kyanit/Disthen, Ilmenit, Biotit, Muskovit, Dumortierit, Rutil, Andalusit, Hämatit, Korund, Grandidierit, Sapphirin, Spinell und Turmalin.
Neben dem Ort der Erstentdeckung (sog. Typlokalität) in Qeqertarsuatsiaat – bzw. Fiskenaesset – in Grönland wurden weitere Vorkommen in Finnland, Norwegen, Slowakei, Tadschikistan, Russland, Südafrika, Madagaskar, Tansania, Indien, Sri Lanka, China, Kolumbien, Kanada sowie in den USA bestätigt.


Verwendung und Bedeutung von Kornerupin

Kornerupin zählt zu den seltenen Mineralien, die für Sammlungen für Interesse sind und teilweise zu Schmuck verarbeitet werden.


Siehe auch:
Die seltensten Mineralien der Welt
Rubine aus Grönland
Die teuersten Mineralien und Edelsteine der Welt


Quellen:
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine: alle alle Arten und Varietäten; 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
www.mineralienatlas.de - Kornerupin
www.mindat.org - kornerupine

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Letzte Aktualisierung: 13. November 2018

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