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Blautopas Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Blautopas - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: blue topaz | französisch: topaze bleue


Der Name Blautopas wurde in Anlehnung an die Farbe des Minerals gewählt.


Eigenschaften von Blautopas

Blautopas wird mit der chemischen Zusammensetzung Al2(F,OH)2SiO4 in die in der Mineralogie gängige Mineralklasse der Silikatmineralien eingeordnet.
Die Farbe von Blautopas ist blau, wobei das Blau abwechslungsreich ist und auf dem Mineralienmarkt in drei Farbtöne unterschieden wird:

Unter allen Farben, die das Mineral Topas aufweisen kann, gelten natürlich gefärbte Blautopase als eine Rarität und die seltenste aller Topasfarben.
Um dem Bedarf auf dem internationalen Edelsteinmarkt gerecht werden zu können, werden zusätzlich farblose oder gelbe Topase blau umgefärbt. Dabei kommt sowohl das Verfahren des Brennens der Steine wie auch die Bestrahlung mit Gamma- und Elektronenstrahlung zum Einsatz, infolge dessen die ursprüngliche Farbe in das begehrte Topasblau umschlägt. Derartige Farbbehandlungen sind von Dauer und trotz der Bestrahlung nach einer ausreichenden Abklingzeit laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit keinerlei gesundheitlichem Risiko für den Träger von behandeltem Blautopasschmuck verbunden.
Die Strichfarbe von Blautopas ist weiß.
Blautopas kristallisiert dem orthorhombischen Kristallsystem folgend und bildet prismatische, kurz- wie auch langsäulige Kristalle. Die Aggregate sind derb, massig oder stengelig.
Der Glanz von Blautopas ist glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Ferner zeichnen sich Blautopase durch eine vollkommene Spaltbarkeit sowie einen muschelig-spröden Bruch aus. Die Mohshärte von blauem Topas beträgt 8, was heißt, dass Blautopas das entscheidende Kriterium der Edelsteinhärte erfüllt. Die Dichte des blauen Minerals wird mit 3,53 bis 3,56 g/cm3 angegeben.


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Entstehung und Verbreitung von Blautopas

Blautopas ist ein Mineral magmatischen Ursprungs, deren Vorkommen unter anderem in Norwegen, Schottland, Russland, Namibia, Madagaskar, Nigeria, Afghanistan, Pakistan, Brasilien und in den USA bestätigt wurden.


Verwendung und Bedeutung von Blautopas

Blautopase zählen zu den begehrtesten Farbedelsteinen auf dem internationalen Markt. Vor allem naturbelassener, unbehandelter Blautopas ist von hohem Wert. Steine, die einer nachträglichen Farbbehandlung unterzogen wurde, müssen beim Kauf gekennzeichnet werden, z.B. in Form von behandelter Blautopas. Dem Ursprung der Farbe entsprechend – natürlich oder erhitzt/bestrahlt – variiert der Preis von Blautopas. Natürlicher Blautopas ist ein exklusives Mineral, während behandelter Blautopas für einen Bruchteil des Preises zu bekommen ist. Anders verhielt es sich mit dem Preis in den Anfangsjahren der Farbveränderung von Topasen in den 1970er Jahren: 20 bis 40 US-Dollar pro Karat war damals der gängige Preis von behandeltem Blautopas.
Neben der Bedeutung als Wertanlage werden Blautopase vor allem zu Schmuck verarbeitet. Blautopase werden insbesondere in Facettenschliffen gehalten, bei denen die Farbe, Reinheit und Transparenz am besten zur Wirkung kommt.
Bisweilen wird Blautopas auch als Chakrastein gehandelt, ohne dass die Heilwirkung von Blautopas wissenschaftlich bestätigt wurde.


Blautopas und vergleichbare Mineralien

Die Farbe von Blautopas ist leicht mit dem Blau von CyanotrichitCovellinAurichalcitCoelestin, blauen DiamantenZirkonZirkonia und Aquamarin zu verwechseln. Gewissheit liefert die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung und der weiteren Merkmale der genannten Mineralien.


Siehe auch:
Aquamarin und Blautopas im Vergleich
Die teuersten Mineralien der Welt
Blaue Diamanten


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- Newman GG, Renée (2016): Gemstone Buying Guide. International Jewelry Publications,U.S.; Auflage: Revised*
- www.bfs.de - Sind Schmucksteine radioaktiv?

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Letzte Aktualisierung: 27. September 2018

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