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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 30.09.2019


Mesolith

Mesolith - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: mesolite | französisch: mesolite


Der Name Mesolith ist griechischen Ursprungs und wird mit Stein der Mitte übersetzt. Der Grund dafür sind sowohl die physikalische als auch chemische Ähnlichkeit mit den Mineralen Natrolith und Skolezit. Mesolith aber hat im Unterschied zu Natrolith kräftigere Kristalle und weist im Gegensatz zu Skolezit sowohl Calcium als auch Natrium als aufbauende Elemente in der Zusammensetzung auf, während Skolezit lediglich über Calcium verfügt. Die Namensgebung erfolgte im Jahr 1816 und ist auf den deutschen Mineralogen Johann Nepomuk Fuchs (1774 bis 1856) zurückzuführen, nachdem Mesolith bereits drei Jahre zuvor von ihm und dem deutschen Chemiker Adolf Ferdinand Gehlen (1775 bis 1815) Erwähnung fand.


Eigenschaften von Mesolith

Das Mineral Mesolith ist mit der Zusammensetzung Na2Ca2(Al6Si9O30) · 8H2O ein Vertreter der Mineralklasse der Silikate, zählt untergeordnet zu den Faserzeolithen.
Mesolith ist farblos oder von weißer, bräunlicher und gelblicher Farbe. Die Strichfarbe ist weiß.
Das Zeolithmineral kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem; die Kristalle sind nadelförmig und erscheinen sowohl radialstrahlig als Büschel angeordnet als auch massige und kompakte Aggregate.
Mesolith ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz, der Glanz ist glasartig. Sehr feine, haarförmige Kristalle zeigen mitunter auch Seidenglanz. Der Bruch ist uneben bis spröde, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Härte von Mesolith wird auf der Mohs’schen Härteskala mit 5 angegeben, das spezifische Gewicht beträgt 2,2 bis 2,4.


Entstehung und Verbreitung von Mesolith

Mesolith ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs, das häufig als Zersetzungsprodukt in Hohlräumen magmatischer Gesteine wie Andesit oder Basalt zu finden ist.
Die Vorkommen von Mesolith sind unter anderem mit Calcit, Apophyllit und weiteren Zeolithen wie Phillipsit, Heulandit, Stilbit und Chabasit vergesellschaftet.
Nennenswerte Fundorte des seltenen Minerals befinden sich zum Beispiel im Ost und Westen Islands; auf den Färöer-Inseln; im Norden Schottlands; Cornwall/England; Eifel, Odenwald, Oberwiesenthal (Erzgebirge), Kaiserstuhl/Deutschland; am Fletschhorn/Schweiz; Hohe Tauern/Österreich; um den Balaton/Ungarn; Kanarische Inseln/Spanien; Kenia; Südafrika; Poona/Indien; Südostaustralien; Neuseeland sowie in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Mesolith

Mesolith ist der Seltenheit wegen insbesondere für Mineraliensammlungen von Bedeutung.


Nachweis von Mesolith

Wird Mesolith Säuren ausgesetzt, verwandelt sich das Mineral zu einer gelartigen Masse. Beim Erhitzten im geschlossenen Röhrchen, wird das im Mineral enthaltene Kristallwasser als gleichmäßiger Wasserfluss freigesetzt.


Siehe auch:
Kristallwasser
Seltene Minerale
Der Geologe Johann Wolfgang von Goethe


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org

Letzte Aktualisierung: 30. September 2019

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