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Clintonit

Clintonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: clintonite


Namenspate des Minerals Clintonit ist der US-amerikanische Politiker und frühere Gouverneur des Bundesstaates New York DeWitt Clinton (1769 bis 1828). In selbigem Bundesstaat wurde Clintonit 1843 zum ersten Mal entdeckt; als genaue Typlokalität gilt Amity nahe Warwick im Südosten von New York.


Eigenschaften von Clintonit

Clintonit ist mit der Zusammensetzung Ca(Mg,Al)3(Al3Si)O10(OH)2 ein Silikatmineral, ein sog. Schichtsilikat, das ferner der Gruppe der Glimmerminerale bzw. den Sprödglimmern zugeordnet wird.
Clintonit kann sowohl farblos wie auch von grüner, gelber oder rötlicher Farbe sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Clintonit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die Kristalle sind tafelig bei schuppigen, blättrigen oder massigen Aggregaten.
Clintonit weist Glas- bis Perlmuttglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte von Clintonit beträgt 4 bis 5, die Dichte wird mit 3,1 g/cm³ angegeben.


Entstehung und Verbreitung von Clintonit

Clintonit wird unter metamorphen Bedingungen gebildet (siehe: Entstehung von Mineralen), insbesondere in kontaktmetamorphen Marmoren wurde das Mineral beobachtet. Begleitet werden die Vorkommen von Clintonit unter anderem von Talk, Dolomit, Calcit, Quarz, Chlorit, Phlogopit, Grossular, Vesuvianit und Spinell.
Clintonit ist nicht sehr häufig verbreitet. Nennenswerte Fundorte befinden sich z.B. in Schweden, Frankreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Italien, Griechenland, Russland, China, Japan, Chile und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Clintonit

Im Vergleich zu anderen Glimmermineralen wie Biotit oder Muskovit kommt Clintonit nicht sehr oft vor, weshalb das Mineral nicht von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Handelsnamen von Mineralien und Synthesen
Coltan


Quellen:
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - clintonite

Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2020

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