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Andesit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Andesit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: andesite | französisch: andésite

AndesitErstmals beschrieben wurde Andesit von Christian Leopold Freiherr von Buch (1774 bis 1853). Der deutsche Geologe benannte das Gestein nach dem Fundort in den südamerikanischen Anden. Alternativ wird Andesit als Islandit - nach den Vorkommen des Gesteins auf der Insel im Norden Europas - bezeichnet.

Eigenschaften von Andesit
Andesit ist ein magmatisches Gestein extrusiver Herkunft und intermediärer Klassifikation. Der Zusammensetzung wegen ist Andesit das Ergußäquivalent von Diorit.
Andesite sind dunkle Gesteine, vornehmlich grau, schwarz, grau, rötlich, violett oder braun, bestimmt durch die Gemengteile. Die Gemengteile wiederum sind ein Kriterium, um Andesit von Basalt zu unterscheiden. Beide Gesteine sind von dunkler Farbe - Andesit ist aber gekennzeichnet durch einen Anteil dunkler Minerale, der unter 35 % beträgt. Im Vergleich dazu werden Basalte zu über 35 % von dunklen Gemengteilen aufgebaut.
Als Hauptgemengteil sind mit bis zu 53 % Quarze am Aufbau des Gesteins beteiligt, gefolgt von Plagioklas-Feldspat. Untergeordnet enthält Andesit in den Nebengemengteilen Vertreter der Pyroxengruppe (Augit, Bronzit, Hypersthen), Amphibole sowie Glimmer, Olivin und Magnetit, die durchaus ohne Hilfsmittel erkennbar sind. In der Gesteinsgrundmasse sind häufig idiomorphe Einsprenglinge von Augit, Hornblende und Biotit enthalten, wodurch oft ein porphyrisches Gefüge ausgebildet wird.
Das Gestein ist fein- bis mittelkörnig, die Gemengteile sind dicht gepackt; oft ist eine Fließrichtung erkennbar und Hohlräume vorhanden, die mitunter mit Mineralen ausgekleidet sind.
Mit einer Dichte von 2,5 bis 2,8 g/cm3 ist Andesit ein vergleichsweise leichtes Gestein.

Entstehung und Verbreitung von Andesiten
Andesit ist ein Vulkanit, das während der Erkaltung von Lavaströmen mit intermediärer Zusammensetzung oder in Subduktionszonen gebildet wird, wo regelmäßig Erdmantelgestein eingeschmolzen wird.
Fundorte von Andesit befinden sich in Schottland; Rovaniemi/Finnland und Hekla/Island; Hunsrück, Thüringer Wald, Flechtingen, Halle, Eifel/Deutschland; Polen; Banská Bystrica/Slowakei; Sardinien, Bozen, Südtirol/Italien; Karpaten/Rumänien; Peloponnes/Griechenland; Spanien genau wie in Szentendre/Ungarn; Usbekistan; Indonesien; Hinzu, Shikoku/Japan; Borneo/Indonesien; Neuseeland; Anden in Südamerika; Chihuahua/Mexiko; Kalifornien, Michigan, Montana/USA; British Columbia/Kanada.

Verwendung von Andesit
Eingesetzt wird das Gestein insbesondere als Schotter für Straßen, Splitt oder für bildhauerische Zwecke.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
Schumann, W. (1994): Steine und Mineralien sammeln; finden, präparieren, bestimmen. BLV Verlag München

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