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Phillipsit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Phillipsit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

PhillipsitDas 1825 am italienischen Vulkan Vesuv entdeckte Mineral wurde nach dem britischen Mineralogen William Phillips (1775 bis 1829) Phillipsit benannt.

Eigenschaften
Phillipsit ist ein Silikat. Je nachdem, ob Natrium, Calcium oder Kalium vorherrschend an der Zusammensetzung beteiligt sind, wird in K-Phillipsit (K3[Al3Si5O16]·6H2O), Na-Phillipsit (Na3[Al3Si5O16]·6H2O) und Ca-Phillipsit (Ca3[Al3Si5O16]·6H2O) unterschieden.
Innerhalb der Mineralklasse der Silikate ist Phillipsit ein Vertreter der Zeolithe.
Charakteristische Farben von Phillipsit sind weiß, farblos, gelb, gräulich, bräunlich und rötlich bei weißer Strichfarbe.
Das Silikat kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit kurzprismatischen, nadeligen und tafeligen Kristallen. Die Aggregate erscheinen radialstrahlig und massig. Häufig verwachsen die Phillipsit-Kristalle miteinander, so dass diese dem tetragonalen, kubischen und orthorhombischen Kristallsystem gleichen.
Phillipsit Der Glanz von Phillipsit ist glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist spröde, die Spaltbarkeit ist gut. Die Mohshärte beträgt 4 bis 4,5, das spezifische Gewicht variiert zwischen 2,1 bis 2,2.

Entstehung und Verbreitung
Phillipsit kann auf verschiedene Weise entstehen.
Phillipsit magmatischen Ursprungs wird gebildet, indem in mafischen Gesteinen enthaltenes vulkanisches Glas durch Wasser verwittert. Dabei gehen die aufbauenden Elemente in Lösung und kristallisieren anschließend in Hohlräumen vulkanischer Gesteine aus.
Alternativ entsteht Phillipsit an der Erdoberfläche als Sinter in der Umgebung von heißen Quellen, wenn jene Thermalquellen Mineralstoffe in der für die Bildung erforderlichen Menge und Art aufweisen.
Am Meeresgrund wurde ebenfalls Phillipsit gefunden, eingebettet in siliciumhaltige Tiefseesedimente. Der Vorgang der Kristallisation dauert in diesem Fall wesentlich länger als an der Oberfläche.
Die Vorkommen von Phillipsit werden u.a. von Seladonit, Calcit, Nosean, Olivin, Analcim, Chabasit, Nephelin sowie von weiteren Zeolithen wie Apophyllit, Heulandit, Stilbit oder Natrolith begleitet.
Fundorte von Phillipsit befinden sich bspw. in Island; Antrim/Irland; Frankreich; Eifel, Kaiserstuhl, Vogelsberg/Deutschland; Böhmen/Tschechien; Rom, um den Vesuv/Italien; Japan; Victoria, Tasmanien/Australien und Oregon/USA.

Verwendung
Phillipsit wird von allen Zeolithen am häufigsten als Wasserenthärter eingesetzt. Dabei macht man sich die Eigenschaft des Minerals zunutze, dass dieses bei Erwärmung im Kristallgitter eingeschlossenes Wasser freigibt. Der vormals von Wassermolekülen besetzte Platz kann nun von anderen Molekülen belegt werden (Kationenaustausch).

Nachweis
Phillipsit ist in Säuren löslich und gibt bei Erwärmung gleichmäßig Kristallwasser frei. In der offenen Flamme schmilzt das Mineral zu einer weißen Kugel zusammen.

Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
- www.mindat.org/min-3192.html

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