Logo

Cyanotrichit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Cyanotrichit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: cyanotrichite | französisch: cyanotrichite


Namensgeber des Minerals Cyanotrichit ist der deutsche Mineraloge und Geologe Ernst Friedrich Glocker (1793 bis 1858). Übersetzt wird der aus dem Griechischen entlehnte und seit 1839 gängige Name mit kornblumenblaues Haar – angelehnt an die Farbe und haarfeinen Kristalle des Minerals. Als Typlokalität, d.h. Ort der Erstentdeckung, gilt Moldova Noua in Rumänien.


Eigenschaften von Cyanotrichit

Cyanotrichit ist ein kristallwasserhaltiges Sulfatmineral, dessen Zusammensetzung über die Formel Cu4Al2(SO4)(OH)12 · 2H2O beschrieben wird.
Die Farbe von Cyanotrichit variiert zwischen hell, mittel- bis dunkelblau – ähnlich wie Azurit, Chalkanthit oder Cavansit. Die Strichfarbe ist hellblau.
Cyanotrichit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind haarfein nadelförmig; die entsprechenden Aggregate erscheinen als radialstrahlige Büschel – Wattebällchen genannt, bilden aber auch feinfaserige, samtartige Überzüge. Aufgrund dessen und dem enthaltenen Kupfer wird Cyanotrichit auch als Kupfersamterz bezeichnet.
Der Glanz ist seidig bei durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 3 bei einem spezifischen Gewicht von 2,74 bis 2,95.


Entstehung und Verbreitung von Cyanotrichit

Cyanotrichit ist ein Sekundärmineral, das in der Oxidationszone kupferhaltiger Erzgesteine gebildet wird.
Die Vorkommen von Cyanotrichit sind unter anderem mit Azurit, Malachit, Brochantit, Tirolit, Chalkophyllit, Limonit und Olivenit vergesellschaftet.
Nennenswerte Fundorte von Cyanotrichit befinden sich bspw. in England; Schottland; Frankreich; Königswalde, Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Sauerland, Siegerland, Frankfurt, Wolfach, Calw/Deutschland; Hohe Tauern, Fischbacher Alpen, Niedere Tauern, Stubalpe/Österreich; Schweiz; Polen; Slowakei; Spanien; Portugal; Italien; Griechenland; Rumänien; Kasachstan; Russland; Ukraine; Marokko; Kongo; Südafrika; Japan; Australien; Neuseeland; Chile; Argentinien; Kanada und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Cyanotrichit

Trotz hoher Kupfergehalte ist Cyanotrichit wirtschaftlich nicht von Interesse – bedingt durch die Seltenheit, vielmehr ist das aluminium- und kupferhaltige Sulfatmineral ein begehrtes Sammlermineral.


Nachweis von Cyanotrichit

Cyanotrichit löst sich in Säuren auf und schmilzt in der offenen Flamme. Zudem weist Cyanotrichit einen farblosen bis hellblauen und strahlend blauen Pleochroismus auf.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Die Entstehung von Mineralien
Die Farben von Blautopas


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.mindat.org - cyanotrichite

* = Affiliate Link, d.h. beispielhafte Links, die zum Partnerprogramm von Amazon führen und bei erfolgreichem Verkauf mit einer Provision vergütet werden, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen.

Letzte Aktualisierung: 7. Juni 2018

Unsere Mineralien-Empfehlungen

Mineralienkalender für 2019

Mineralienkalender für 2019

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe