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Aktinolith Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Aktinolith - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

AktinolithDer Name Aktinolith ist dem Griechischen entlehnt, wird mit Strahlstein übersetzt und verweist damit auf die Aggregate des Minerals.

Eigenschaften
Mit der Zusammensetzung
Ca2(Mg, Fe)5Si8O22(OH)2 wird Aktinolith in die Mineralklasse der Silikate, in der weiteren Unterteilung in die Gruppe der Amphibole, eingeordnet. Gemeinsam mit Eisenaktinolith und Magnesiumtremolith bildet Aktinolith eine Mischreihe mit schwankenden Eisen- und Magnesiumgehalten.
Charakteristisch für Aktinolith ist die grüne Farbe, die von hell- bis schwarzgrün und smaragdgrün (in Form der Varietät Smaragdit), selten auch farblos reicht. Die Strichfarbe ist weiß.
Das Silikat kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, deren Kristalle langprismatisch sind und teilweise als Zwillinge miteinander verwachsen sind. Die entsprechenden Aggregate sind nadelig, strahlig, klumpig, massig, faserig bis verfilzt. Bei verfilztem Aktinolith ist deshalb auch die Rede von Bergholz oder –leder. Aufgrund der faserförmigen Aggregate gilt das Silikat als Asbestmineral.
Der Glanz des Minerals kann matt bis glasartig sein, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch von Aktinolith ist muschelig-uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Das Asbestmineral verfügt über eine Mohshärte von 5 bis 6, das spezifische Gewicht variiert zwischen 2,9 und 3,3.

Aktinolith Entstehung und Verbreitung
Die Bildung von Aktinolith geht auf metamorphe Vorgänge in der Erdkruste zurück, die in dieser unter geringen Temperatur- und Druckverhältnissen erfolgen. Deshalb gilt Aktinolith als Gemengteil in Gesteinen als Zeigermineral für die Intensität der Gesteinsumwandlung. Aktinolith ist häufig in Marmor, Serpentinit, Chloritschiefer und Dolomit enthalten. Begleitminerale von Aktinolith sind bspw. Serpentin, Glimmergruppenminerale, Epidot, Calcit und Chlorit.
Dokumentierte Fundorte befinden sich in Norwegen; Belgien; Harz, Odenwald, Sauerland, Erzgebirge, Spessart, Schwarzwald/Deutschland; Tschechien; Niederösterreich, Steiermark, Kärnten/Österreich; Ligurien, Lombardei, Kampanien/Italien; Sibirien/Russland; Griechenland; Madagaskar; Tasmanien; Australien; Neuseeland; China; Brasilien; Chile; Alaska, Kalifornien/USA und British Columbia/Kanada.

Verwendung
Aktinolith ist aufgrund der Hitzebeständigkeit wirtschaftlich als Asbestmineral von Interesse – Einsatz findet Aktinolith damit in Brandschutzbekleidung, feuerfesten Wand- und Fußbodenvertäfelungen sowie in Farben. In einigen Fällen wird Aktinolith auch als Schmuckstein verarbeitet, auch wenn die Bearbeitung bedingt durch den spröden Charakters des Minerals beschwerlich sein kann.

Nachweis
Aktinolith ist ein sehr robustes Mineral, das weder in der Flamme brennt noch Löslichkeitserscheinungen in Laugen und Säuren zeigt. Das Mineral fluoresziert nicht, zeigt aber eine Pleochroismus in hellgelb bis blaugrün.



Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - actinolite

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