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Nakrit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Nakrit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: nacrite | französisch: nacrite


Das Mineral Nakrit wurde erstmals im Jahr 1807 von dem französischen Geologen und Mineralogen Alexandre Brongniart (1770 bis 1847) in seinem Werk „Traité élémentaire de Minéralogie“ erwähnt. Benannt wurde Nakrit des perlmuttgleichen Glanzes wegen nach der französischen Vokabel für Perlmutt – nacre. Als Typlokalität, d.h. Ort des ersten dokumentierten Fundes, gilt die Mine Einigkeit in Brand-Erbisdorf in Sachsen/Deutschland.


Eigenschaften von Nakrit

Nakrit wird mit der Zusammensetzung Al2Si2O5(OH)4 der Mineralklasse der Silikate, genauer den Schichtsilikaten zugeordnet. Ferner ist aluminium- und kristallwasserhaltige Silikatmineral ein Vertreter der Tonminerale und innerhalb derer der Kaolin-Gruppe zugehörig, die neben Kaolin auch aus Halloysit, Dickit, Endelit und Odinit besteht.
Die Farbe von Nakrit kann weiß, hellgrau oder gelb sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Nakrit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die Kristalle sind tafelig, blättrig oder pseudohexagonal. Die Aggregate können schuppenartig, erdig oder massig sein.
Nakrit ist von durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz, der Glanz ist perlmuttartig. Die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen, der Bruch ist uneben. Nakrit lässt sich angefeuchtet verbiegen, ohne zu zerbrechen, verbleibt dabei aber in der verbogenen Position (siehe Tenazität). Die Mohshärte beträgt 2 bis 2,5 bei einer Dichte von 2,5 bis 2,6 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Nakrit

Nakrit wird unter hydrothermalen Bedingungen gebildet, wird vor allem auf zinnhaltigen Erzgesteinen gefunden und ist unter anderem mit den Mineralen Fluorit, Calcit, Dolomit, Quarz, Glimmer und Dickit assoziiert.
Nennenswerte Vorkommen des seltenen Minerals existieren bspw. in Schweden; England; Frankreich; Braunlage, St. Andreasberg, Gera, Weitisberga, Chemnitz, Erzgebirge, Siegerland, Schwarzwald, Bad Berneck und Hof/Deutschland; Katschberg/Österreich; Polen; Tschechien; Slowakei; Ungarn; Ukraine; Spanien; Italien; Südafrika; China; Japan; Argentinien; Bolivien; Mexiko; Kanada sowie in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Nakrit

Aufgrund der Seltenheit ist Nakrit allenfalls als Sammlermineral von Bedeutung.


Nachweis von Nakrit

Beim Erhitzen von Nakrit wird Kristallwasser freigesetzt. Zudem ist Nakrit in Schwefelsäure löslich.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Kristallwasser
Aufbewahrung und Lagerung von Mineralien


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.mindat.org

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Letzte Aktualisierung: 7. November 2018

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