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Bindheimit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Bindheimit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: bindheimite


Bindheimit
Bindheimit

Das im Jahr 1800 in Nertschinsk/Russland erstmals entdeckte Mineral Bindheimit wurde nach dem deutschen Chemiker Johann Jacob Bindheim (1750 bis 1825) benannt, auf die ersten Beschreibungen der chemischen Zusammensetzung des Minerals zurückgehen.


Eigenschaften von Bindheimit

Bindheimit bestehend aus Pb2Sb2O6(O, OH) wird der Mineralklasse der Oxidminerale zugeordnet.
Bindheimit kristallisiert im kubischen Kristallsystem. Die Kristalle sind strahlenförmig, die Aggregate sind massig, knollig, traubenförmig oder als krustenartige Überzüge ausgebildet.
Üblicherweise ist die Farbe von Bindheimit gelb, grüngelb bis weißgrau bei hellgelber Strichfarbe.
Der Glanz von Bindheimit ist harzartig bis matt bei durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte des Blei-Antimon-Oxids beträgt 4 bis 4,5, das spezifische Gewicht wird mit 4,6 bis 8,4 angegeben, abhängig Kristallwasseranteil des Minerals.


Bindheimit
Bindheimit

Entstehung und Verbreitung von Bindheimit

Bindheimit ist ein Mineral sekundären Ursprungs, d.h. das Mineral geht aus der Verwitterung antimon- und bleihaltiger Gesteine bzw. Lagerstätten hervor.
Häufig ist Bindheimit mit weiteren Mineralen wie Calcit, Baryt, Dolomit, Galenit, Quarz, Jarosit, Cerussit, Boulangerit, Smithsonit, Jamesonit, Pyrit, Chalkopyrit sowie Tetraedrit vergesellschaftet.
Bedeutende Vorkommen von Bindheimit befinden sich u.a. in Schweden; England; Irland; Frankreich; Erzgebirge, Eifel, Harz, Fichtelgebirge, Odenwald, Schwarzwald/Deutschland; Steiermark, Kärnten, Niederösterreich, Tirol/Österreich; Tessin, Graubünden/Schweiz; Slowakei; Tschechien; Ungarn; Rumänien; Ural, Transbaikalien/Russland; Italien; Rumänien; Algerien; Australien; China; Minas Gerais/Brasilien; Bolivien; Chile und USA.


Bedeutung und Verwendung von Bindheimit

Aufgrund der weltweit geringen Vorkommen von abbaubarem Bindheimit ist das seltene Minerale von keinerlei wirtschaftlichem Interesse.


Siehe auch:
Seltene Minerale
Verwitterung von Mineralen und Gesteinen
Kristallwasser


Quellen:
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.handbookofmineralogy.org - bindheimite
- www.mindat.org - bindheimite

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Letzte Aktualisierung: 4. Juni 2018

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