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Antimonit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Antimonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

AntimonitBereits Plinius d.Ä. (23 bis 79 n.Chr.) kannte Antimonit, nannte das Mineral Stibnit (lat. Stibium = Antimon).

Eigenschaften
Antimonit zählt mit der Zusammensetzung Sb2S3 zur Klasse der Sulfide.
Die Farbe von Antimonit ist verschiedenlichst grau oder schwarz, häufig auch bunt angelaufen. Die Strichfarbe ist grau.
Das Sulfid kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem, geprägt durch Flächenreichtum – nadelig, langsäulig, wellenförmig und gekrümmt, stets von Längsstreifen durchzogen. Die Aggregate sind dicht, radialstrahlig wirr angeordnet.
Antimonit Antimonit weist einen muscheligen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Transparenz ist undurchsichtig, der Glanz kann metallisch oder erdig sein. Antimonit ist mit einer Mohshärte von 2 ein sehr weiches Mineral, das spezifische Gewicht beträgt 4,6 bis 4,7.

Entstehung und Verbreitung
Antimonit ist magmatisches Mineral, gebildet im niedrigtemperierten hydrothermalen Stadium. Bevorzugter Bildungsort sind Gänge von Quarzen, Silber- und Bleierzen. Begleitet wird Antimonit von Arsenkies, Auripigment, Pyrit, Bleiglanz, Zinnober, Fluorit, Gold, Baryt, Realgar und Calcit. Aufgrund des Aussehens kann Antimonit leicht mit Galenit verwechselt werden.
An der Erdoberfläche zeigen sich beim Antimonit schnell Verwitterungserscheinungen, indem das Mineral in Kermesit (Antimonocker) oder Valentinit (Antimonblüte) überführt wird.
Zu finden ist Antimonit beispielsweise in Schweden; Finnland; Schottland; England; Frankreich; Freiberg, Greiz, Kamsdorf, Fichtelgebirge, Sauerland, Siegerland, Eifel, Haslach und Oberwolfach/Deutschland; Koralpe und Industrieviertel/Österreich; Spanien; Italien; Slowenien; Tschechien; Slowakei; Ungarn; Rumänien; Kosovo; Griechenland; Türkei; Ghana; Namibia; Südafrika; Russland; Ukraine; Georgien; Kirgisistan; Usbekistan; Iran; China; Japan; Thailand; Kambodscha; Philippinen; Malaysia; Australien; Chile; Bolivien; Brasilien; Peru; Mexiko; Kanada sowie in den USA.

Verwendung
Bereits in der Antike war Antimonit ein begehrtes Mineral, um Abführmittel, Lidschatten und Wimperntusche herzustellen.
Heutzutage dient Antimonit der Gewinnung von Antimon, der Fertigung von Streichhölzern und wird in der Medizin eingesetzt.

Nachweis
Antimonit ist in Salzsäure löslich und schmilzt bereits bei niedrigen Temperaturen. Wird das Sulfid im offenen Röhrchen erhitzt, entsteht Schwefeldioxid und Antimonoxid.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
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