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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 04.07.2019


Gonnardit

Gonnardit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: gonnardite | französisch: gonnardite


Der Name Gonnardit geht auf den französischen Mineralogen Pierre Joseph Ferdinand Gonnard (1833 bis 1923), der das Mineral 1896 am Vulkan Puy de Dome in der Auvergne, Frankreich, entdeckte.


Eigenschaften von Gonnardit

Gonnardit, bestehend aus (Na,Ca)2(Si,Al)5O10 · 3H2O, ist Vertreter der Mineralklasse der Silikate. Innerhalb der Silikatminerale wird Gonnardit den Zeolithen zugeordnet; ferner wie auch Boggsit, Natrolith, Skolezit und Mesolith ist Gonnardit ein Faserzeolith.
Die Farbe von Gonnardit ist weiß, das Mineral kann aber auch farblos oder hellgelb sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Gonnardit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit prismatischen Kristallen, die radialstrahlige Aggregate oder faserige, dichte Massen ausbilden. Aufgrund der kugelförmigen, radialstrahligen Aggregate liegt eine Verwechslung mit dem Silikatmineral Gyrolith nahe.
Der Glanz von Gonnardit ist glas- bis perlmuttartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 4,5 bis 5, das spezifische Gewicht wird mit 2,25 bis 2,36 angegeben.


Entstehung und Verbreitung von Gonnardit

Gonnardit ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs, daher häufig in magmatischen Gesteinen wie Basalt zu finden, kann aber auch in Pegmatiten vorkommen. Dabei ist Gonnardit mit weiteren Zeolithmineralen wie Chabasit, Thomsonit und Natrolith vergesellschaftet, kann weiterhin mit Calcit, Pyrit, Leucit oder Wollastonit assoziiert sein.
Bedeutende Fundorte von Gonnardit befinden sich unter anderem in Grönland; Norwegen; Nordirland; Frankreich; Belgien; Odenwald, Vogelsberg, Siebengebirge, Eifel und Fichtelgebirge/Deutschland; Schweiz; Tschechien; Polen; Spanien; Portugal; Italien; Ungarn; Bulgarien; Russland; Kenia; Indien; Japan; Australien; Neuseeland; Costa Rica; Argentinien; Bolivien; Brasilien; Kanada und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Gonnardit

Aufgrund der Seltenheit ist Gonnardit vor allem für Mineraliensammlungen von Interesse.


Nachweis von Gonnardit

Wie alle Zeolithe setzt auch Gonnardit beim Erhitzen einen gleichmäßigen Fluss von Kristallwasser frei.


Siehe auch:
Kristallwasser
Seltene Minerale
Der Volvic-Vulkan


Quellen:
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - gonnardite

Letzte Aktualisierung: 4. Juli 2019

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