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Chalkosin Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Chalkosin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chalcocite | französisch: chalcocite


Der Name Chalkosin wird aus dem Griechischen mit Kupferstein übersetzt. Anhand der Silbe „chalko“, die im Namen vieler Minerale auftaucht – neben Chalkosin zum Beispiel auch Chalkopyrit, Chalkanthit oder Chalkotrichit – kann man einfach entsprechende Rückschlüsse auf die Zusammensetzung (in diesem Fall Kupfer) ziehen.
Namensgeber von Chalkosin ist der französische Mineraloge und Geologe Francoise Sulpice Beudant (1787 bis 1850), der das "neue" Mineral erstmals 1823 erwähnte.


Eigenschaften von Chalkosin

Chalkosin ist mit der chemischen Zusammensetzung Cu2S ein Vertreter der Mineralklasse der Sulfide.
Die Farbe von Chalkosin ist mittel- bis dunkelgrau mit einem Stich ins Blaue; vergleichbar mit der Farbe von Blei. Die Strichfarbe ist ebenfalls dunkelgrau.
Chalkosin ist ein poly- bzw. dimorphes Mineral, d.h. das Kupfermineral kristallisiert in zwei verschiedenen Kristallsystemen. Bei einer Temperatur bis 103 °C folgt der Kristallgitterbau dem monoklinen Kristallsystem, mit Temperaturen über diese Grenze hinaus kristallisiert Chalkosin im hexagonalen Kristallsystem – ohne dass in beiden Fällen eine Änderung der äußeren Kristallgestalt erfolgt. Die Kristalle selbst sind prismatisch und tafelig, häufig auch zu Zwillingen miteinander verwachsen. Die Aggregate sind derb, massig.
Der Glanz von Chalkosin ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte beträgt 2,5 bis 3, das spezifische Gewicht wird mit 5,5 bis 5,8 angegeben.


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Entstehung und Verbreitung von Chalkosin

Chalkosin – teilweise auch als Kupferglanz bezeichnet – ist vorrangig ein Primärmineral, das unter hydrothermalen Bedingungen gebildet wird (nähere Informationen: Die Entstehung von Mineralen). Chalkosin kann aber auch als Sekundärmineral entstehen, wobei das Mineral als Folge von Verwitterungs- bzw. Umwandlungsvorgängen in Kupferlagerstätten hervorgeht. Ebenso wie das kupferhaltige Mineral Covellin ist Chalkosin nicht stabil und geht langsam in Kupfer, Malachit, Covellin oder Azurit über.
Die Vorkommen von Chalkosin sind weltweit sehr großräumig verteilt. So befinden sich bedeutende Lagerstätten sowohl in Nord, Mittel-, West-, Süd- wie auch in Südosteuropa, im südlichen Afrika, Asien, Australien, an der Westküste Südamerikas, Mexiko und in Nordamerika.


Verwendung und Bedeutung von Chalkosin

Chalkosin ist ein wertvolles Erz für die Gewinnung von Kupfer.

Nachweis von Chalkosin

Chalkosin ist in heißer Salpetersäure löslich und wenn das Mineral in die Flamme gehalten wird, wird selbige grün.


Siehe auch:
Erz
Kristallwasser
Verwitterung


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org - chalcocite

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Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2019

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