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Antigorit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Antigorit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Die Bezeichnung Antigorit geht auf den Ort des Erstfundes im Valle Antigorio in der norditalienischen Provinz Piemont zurück.

Eigenschaften
Antigorit ist mit der Zusammensetzung (Mg,Fe2+)3Si2O5(OH)4 ein Mineral, das der Systematik der Minerale zufolge den Silikaten zugeordnet wird. Innerhalb der Silikate ist Antigorit ein Vertreter der Serpentin-Gruppe, zu der auch die Minerale Talk und Chrysotil zählen.
Die Farbe von Antigorit kann weiß, grau, gelb, braun, gelb- oder blaugrün sein. Die Strichfarbe ist weiß bis hellgrün.
Antigorit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Antigorit sind von geringer Größe und erscheinen lattenförmig flach. Die Aggregate des Blätterserpentins sind blättrig, aber auch radialstrahlig angeordnet oder massig.
Der Glanz von Antigorit variiert zwischen perlmuttartig und seidig, kann aber auch wachsig sein. Antigorit ist von durchsichtiger bis undurchsichtiger Transparenz, der Bruch ist muschelig bis splittrig, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 3,5 bis 4 bei einem spezifischen Gewicht von 2,5 bis 2,6.

Entstehung und Verbreitung
Antigorit ist ein Sekundärmineral, geht demnach aus der Umwandlung anderer Minerale wie beispielsweise Enstatit und Olivin hervor, die durch den Kontakt mit Eisen, Wasser und Sauerstoff reagieren. Entsprechende Fundorte von Antigorit befinden sich in Gesteinen mit ultrabasischem Chemismus, aber auch in Metamorphiten wie Marmor.
Begleitet werden die Vorkommen von Antigorit unter anderem von Olivin, Magnetit, Chromit und Chrysotil. Antigorit, der kristalline Einschlüsse von Chromit und Magnetit beinhaltet, wird unter dem Namen Williamsit geführt.
Antigorit ist weltweit verbreitet, so zum Beispiel in Südostgrönland; Nordland/Norwegen; Värmland und Västmanland/Schweden; Halbinsel Kola und im mittleren Ural/Russland; Wales; Cumbria und Cornwall/England; Sauerland, Eifel und Odenwald/Deutschland; Hohe Tauern, Saalfelden, Leoben und Weiz/Österreich; Slowenien; Böhmen und Mähren/Tschechien; Marokko; Ägypten; Äthiopien; Südafrika; Myanmar; China; Australien; Neuseeland; USA und Kanada.

Verwendung
Große Antigoritaggregate werden teilweise im Kunsthandwerk zu Figuren, Schmucksteinen oder Gefäßen verarbeitet, weiterhin wird Antigorit in Isolatoren eingesetzt.

Nachweis
Antigorit ist Säuren gegenüber unempfindlich, reagiert aber auf Salzsäure und ist nur schwer schmelzbar.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org

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