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Harmotom Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Harmotom - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: harmotome


Harmotom
Harmotom

Die frühesten Beschreibungen des Minerals Harmotom gehen auf das Jahr 1801 zurück, in der von Fund eines "neuen" Minerals in St. Andreasberg im Harz/Deutschland berichtet wird. Aus diesem Grund wird das Mineral Harmotom teilweise auch als Andreasbergolith bezeichnet, während der Name Harmotom griechischen Ursprungs ist. Harmortom wird mit zusammengesetzter Schnitt übersetzt und verweist damit indirekt auf das scheinbar zusammengefügte Aussehen miteinander verwachsener Harmotomkristallzwillinge, die dem Mineral außerdem die dritte Bezeichnung Kreuzstein einbrachte.


Eigenschaften von Harmotom

Harmotom, bestehend aus (Ba,K)1-2(Si,Al)8O16·6H2O, wird der Systematik der Minerale zufolge den Silikatmineralen zugeordnet. Differenzierter betrachtet ist Harmotom ein Vertreter der Zeolithe, speziell handelt es sich bei Harmotom um einen Würfelzeolith.
Die Farbe von Harmotom kann weiß, aber auch hellbraun, rosa, gelb oder farblos sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Harmotom kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet dicke tafelige oder säulenförmige Kristalle, angeordnet zu körnigen oder massigen Aggregaten.
Das Zeolith-Mineral zeichnet sich durch einen glasartigen Glanz aus und ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Harmotom weist eine vollkommene Spaltbarkeit auf, der Bruch ist uneben bis halbmuschelig. Die Mohshärte beträgt 4,5 bei einem spezifischen Gewicht von 2,41 bis 2,5.


Entstehung und Verbreitung von Harmotom

Harmotom ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs und kristallisiert sowohl in Blasenhohlräumen magmatischer Gesteine wie auch in Pegmatiten und auf erzhaltigen Gesteinen.
Dabei werden die Vorkommen von weiteren Zeolithen begleitet, aber auch Pyrit, Quarz, Baryt, Zinkblende, Galenit, Calcit und Leucit sind mit Harmotom vergesellschaftet.
Funde des Minerals sind unter anderem in Schweden; Finnland; Schottland; Irland; England; St. Andreasberg, Nesselgrund bei Schnellbach, Eifel, Odenwald und Hegau/Deutschland; Koralpe, Stubalpe, Weiz, Graz, Oberpullendorf und Waldviertel/Österreich; Italien; Tschechien; Slowakei; Russland; Japan; Neuseeland; Mexiko und in den USA möglich.


Verwendung und Bedeutung von Harmotom

Da die weltweiten Vorkommen von Harmotom auf vergleichsweise wenige Lagerstätten verteilt sind, kommt Harmotom die Bedeutung als Sammlermineral zu. Mitunter kommt Harmotom aber auch als Ionenaustauscher, bspw. in Wasserenthärtern, zum Einsatz.


Nachweis von Harmotom

Harmotom ist in Salzsäure löslich und schmilzt leicht in der Flamme.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Zeolithe - Mineralien im Einsatz gegen Radioaktivität
Zeolithe in Waschmitteln


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - harmotome

Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2019

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