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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 16.06.2019


Chromit

Chromit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chromite | französisch: chromite


Chromit Foto
Chromit

Das Mineral Chromit wurde erstmals im Jahr 1797 von Nicolas-Louis Vauquelin (1763 bis 1829), einem Chemiker aus Frankreich, beschrieben. Die Namensgebung hingegen ist dem österreichischen Mineralogen und Geologen Wilhelm Ritter von Haidinger (1795 bis 1871) zu verdanken, der den Namen Chromit aufgrund der Chromgehalte des Minerals auswählte.


Eigenschaften von Chromit

Das Mineral Chromit ist ein Vertreter der Mineralklasse der Oxide bestehend aus FeCr2O4.
Die Farbe von Chromit ist vorwiegend schwarz, selten auch dunkelbraun. Die Strichfarbe ist schwarzbraun.
Chromit kristallisiert im kubischen Kristallsystem, oktaedrische Kristalle sind jedoch rar. Die Aggregate sind vielmehr klumpig-massig und körnig, wie z.B. beim Kugelchromit.
Chromit ist aufgrund der Metallbeimengungen von metallischem Glanz, die Transparenz ist undurchsichtig. Das Chrommineral weist einen unebenen, muscheligen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 5,5 bei einer Dichte von 4,1 und 4,8 g/cm².


chromite - Mineral und Kristalle
Chromit

Entstehung und Verbreitung von Chromit

Chromit ist mit eines der ersten Minerale, das aus basischen und ultrabasischen, flüssigen Gesteinsschmelzen im Erdinneren kristallisiert.
Begleitminerale von Chromit sind neben Olivin auch Peridotit, Stichtit, Serpentin und Magnetit. Mitunter ist Chromit mit helleren Mineralen vergesellschaftet, infolgedessen das Mineral gescheckt erscheint (Leopardenerz).
Bedeutende Chromit-Vorkommen wurden in Norwegen; Finnland; Insel Unst/Groß Britannien; Frankreich; Bardo/Polen; Kraubath an der Mur/Österreich; Ural und Altai/Russland; Banater Gebirge/Rumänien; Novara/Italien; Troodos/Zypern; Serbien; Albanien; Mazedonien; Türkei; Iran; Südafrika; Simbabwe; Indien; Philippinen; Brasilien; Neufundland/Kanada; New Jersey, Kalifornien, Pennsylvania, North Carolina/USA bestätigt.


Ähnliche Mineralien

Die Gefahr der Verwechslung besteht der Farbe wegen insbesondere mit Magnetit und Franklinit.


Bedeutung und Verwendung von Chromit

Chromit ist ein bedeutendes Erzmineral zur Gewinnung von Chrom.


Nachweis von Chromit

Chromit fluoresziert nicht und zeichnet sich durch seine Hitzebeständigkeit aus. Das Mineral ist nicht in Säuren löslich. Im Vergleich zum Magnetit ist der Magnetismus schwächer ausgeprägt.


Siehe auch:
Erz
Meteoriten
Die Entstehung von Mineralen


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - chromite

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Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2019

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