Steine und Mineralien sind seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil im Alltag des Menschen. Sei es das Glas, das aus Quarz hergestellt wird oder die Zahnpasta, die auf mineralische Putzkörper setzt. Pigmente in der Malerei, die aus farbigen Mineralien gewonnen werden, oder Erde für Pflanzen, die aus Steinen und Mineralien zusammengesetzt wird.
Mineralische Kakteenerde besteht abhängig vom Anbieter hauptsächlich aus Bims und Lava.
Einige Hersteller setzen der Kakteenerde-Mischung zusätzlich Zeolithe, Vermiculit oder Perlite hinzu.
Mineralische Kakteenerde verzichtet vollständig auf organische Bestandteile wie zum Beispiel Torf.
Es werden lediglich Gesteine und Mineralien verwendet, die sich an der Zusammensetzung des „Bodens“ in der ursprünglichen Heimat von Kakteen orientieren.
Kakteen wachsen nicht nur im Hochgebirge und Regenwald, auch in kargen Wüsten und Steppen sowie in Lavalandschaften sind zahlreiche der weltweit 1500 bis 1800 bekannten Kakteengewächse beheimatet.
Konventionelle Kakteenerde besteht zum überwiegenden Teil aus organischer Erde, die mitunter mit Torf oder Quarzsand versetzt wird. Quarz bzw. aus Quarz gewonnener Sand wird in Kakteenerde häufig verwendet, um die Wasserdurchlässigkeit des Substrats zu erhöhen.
Torf in Kakteenerde hingegen kann sich negativ auf das Wachstum der stacheligen Pflanzen auswirken, insofern der torfbedingte saure pH-Wert zu Chlorose führen kann.
Ein wesentlicher Vorteil von mineralischer Kakteenerde ist die Drainage.
Bims, Lava, Zeolithe, Vermiculit sowie Perlit – allesamt Gesteine und Mineralien vulkanischen Ursprungs – speichern einen gewissen Anteil an Wasser und auch Dünger.
Das überschüssige Gießwasser läuft zwischen den Steinen ab und sammelt sich im Übertopf bzw. tieferen Bodenschichten. Staunässe mit einhergehender Wurzelfäule wird bei rein mineralischem Kakteensubstrat vermieden.
Zusätzlich ist der Boden von mineralischer Kakteenerde luftdurchlässiger, weil die einzelnen Steine vergleichsweise locker aufeinander gelagert sind und eine Verdichtung umgangen wird.
Bei Kakteenerde mit überwiegendem Organikanteil kann sich der Boden mit der Zeit verdichten. In der Folge staut sich das Wasser und die Durchlüftung des Bodens ist eingeschränkt.
Bims, Zeolith, Perlite und Vermiculit sind Gesteine und Mineralien, die sich durch eine hohe Speicherkapazität von Wasser und Nährstoffen, dargereicht in Form von Kakteendünger, auszeichnen.
Gleichzeitig ist das Substrat trockener, die Pflanzen können sich trotzdem am Speicherwasser „bedienen“.
Bei konventioneller organischer Kakteenerde hingegen kommt es schneller zu einer Auswaschung der Nährstoffe.
Ob ein Kaktus in mineralischer Kakteenerde gute Wachstumsbedingungen findet, hängt von der jeweiligen Art ab.
Es gibt Kakteen, die einen hohen mineralischen Anteil bei geringem Organikanteil bevorzugen und andere wiederum benötigen Boden mit überwiegendem organischen Gehalt.
Kakteen, bei denen sich mineralische Kakteenerde als Pflanzsubstrat bewährt hat, sind beispielsweise
Eine solche Kakteenerde kann man auch selber mischen: dazu wird organische und mineralische Kakteenerde zu gleichen Teilen miteinander vermengt.
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Letzte Aktualisierung: 21. März 2024