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Mineral des Monats - Neuentdeckungen 2025 (August bis Dezember)



Aktuell sind weltweit rund 6200 Mineralien offiziell anerkannt. Die wissenschaftliche Erfassung, Prüfung und Bestätigung neuer Minerale liegt seit 1958 in den Händen der International Mineralogical Association (IMA). Eine der zentralen Aufgaben ist die verbindliche Anerkennung neuer Mineralien sowie die Festlegung der Namen.



Für diese Arbeit wurde innerhalb der IMA die Commission on New Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC) eingerichtet. Dieses internationale Fachgremium bewertet neue Funde nach klar definierten Kriterien in Hinblick auf die chemische Zusammensetzung, Kristallstruktur und Abgrenzbarkeit zu bereits bekannten Mineralien.

Die Zahl der bekannten Mineralien erweitert sich jede Jahre um zahlreiche Neuentdeckungen; im langjährigen Mittel werden heute etwa 80 bis 100 neue Mineralien pro Jahr anerkannt. Viele dieser Funde bleiben außerhalb der Fachwelt weitgehend unbeachtet. Häufig handelt es sich um extrem seltene Mineralien oder mikroskopisch kleine Kristalle, Vorkommen ohne wirtschaftliche Relevanz oder Mineralien aus schwer zugänglichen Regionen.


Neue Mineralien im Jahr 2025

Auch im Jahr 2025 setzte sich diese Entwicklung fort. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwischen der eigentlichen Entdeckung eines Minerals und der offiziellen Anerkennung durch die IMA oft viel Zeit vergeht. Nicht selten dauert es zwei, drei oder mehr Jahre, bis alle analytischen Daten vorliegen und ein Fund das formale Prüfverfahren der CNMNC erfolgreich durchlaufen hat.

Die folgende Tabelle bezieht sich auf jene Mineralien, deren Anerkennung im Zeitraum von August bis Dezember 2025 erfolgte.

Tab. 1: Neu entdeckte Mineralien 2025 (August bis Dezember 2025)
Mineralchemische ZusammensetzungTyplokalität
Abelloemringerit Cu2Pb2Mn3+Mn4+3O11(OH)(H2O)2·H2O Kindanba District, Brazzaville/Republik Kongo
Arsenosabugalit H0,5Al0,5(UO2)2(AsO4)2 Hubbard Homestead Mine, Colorado/USA
Bonaccorsiit KK2Na3(Al6Si36)O Pfaffenberg, Waldhain, Sachsen/Deutschland
Clinochalcomenit CuSeO3(H2O)2 Wangba/China
Chorazewiczit PbFe3+(Te6+O6)(HCO3) Delamar Mine, Nevada/USA
Gritsenkoit CoMg2(AsO4)2(H2O)8 Khovu-Aksy-Lagerstätte, Sibiren/Russland
Hinokageit MnMG(SiO4) Shimozuru Mine, Kyushu/Japan
Hartkoppeit Ca4Mn2+Mo6+6As5+4O32(OH)2(H2O)111·5H2O Hartkoppe, Aschaffenburg/Deutschland
Henrysunit Na82(C2H3O3)2(H2) Pusch Ridge, Santa Catalina Mountains, Arizona/USA
Hopmannit Ba2(Ti5Fe)O13 Bellerberg, Eifel/Deutschland
Hubbardit Mg(H2O)6[(UO2)2O(OH)(SO4]2·8H2O Hubbard Homestead Mine, Colorado/USA
Ixiolith (Ta0,5Sc0,5)O2 Tordal, Telemark/Norwegen
Jinxiuit Ni18Bi2SbAsS16 Longhua Ni-Co-Lagerstätte, Guangxi Zhuang/China
Kidodit BaMg2Fe16O27 Hatrurim-Komplex, Arad/Israel
Konzettit CaMn4+Te6+O6 Moctezum/Mexiko
Kryzait Na4(MgCr)(PO4)3 Morasko-Eisenmeteorit, Poznan/Polen
Magnesiohongruiit-(Fe3+) (Mg2Fe3+)Fe3+NbO7(OH) Bayan Obo District, Innere Mongolei/China
Nioboixiolit-(Fe2+) (Nb2/3Fe1/32+)O2 Jordanów Slaski, Breslau/Polen
Nybergit Ca4Sc3Sn(So2O7)(si2O6OH)3 Szklarska Poreba Huta-Steinbruch, Niederschlesien/Polen
Perchukit PbYAsSi2O8 Darai-Pioz-Massiv/Tadschikistan
Rigrahamit Na2Ca2Th2(CO3)4(HCO3)2(OH)4(H2O)7 Poudrette-Steinbruch, Mont Saint-Hilaire/Kanada
Shojiit Na(NaMg)Mg5Si8O22(OH)2 Mamushinosawa Creek, Hokkaido/Japan
Sulfopadmait PdBiS Srednaya Padma District, Karelien/Russland
Wangxibinit TiFe Yarlung Zangbu, Südtibet/China
Yunhaoit K2(MoO4) Marysvale Mining District, Utah/USA


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Quellen:


Letzte Aktualisierung: 12.01.2026



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