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Steine und Minerale in und um Leipzig: Der Napoleonstein



Auf der Marienhöhe zwischen Stötteritz, Probstheida und Connewitz befindet sich ein Denkmal, welches an die Völkerschlacht in Leipzig erinnert: Der Napoleonstein – umsäumt von einem Zaun mit zwölf Säulen.



Neben dem berühmten Völkerschlachtdenkmal erinnert auch der Napoleonstein an die von den französischen Streitkräften verlorene Schlacht in Leipzig. Dieser rötliche Granitquader hat einen Sockel und eine Deckplatte. An den jeweils gegenüberliegenden Seiten zieren die Inschriften „Hier weilte Napoleon am 18. October 1813, die Kämpfe der Völkerschlacht beobachtend“ und „Standort der ehemaligen Quandtschen Tabaksmühle, Befehlsstand Napoleons“ das Denkmal. Die Krone bilden ein nachgestellter Hut, Degen und Fernrohr Napoleons auf der Deckplatte des Quaders.


Das Denkmal ist ein guter Ausgangspunkt für jene, die sich mit einer kleinen privaten Geo-Exkursion in und um Leipzig die Zeit vertreiben möchten.


Sandstein in Leipzig

Der Napoleonstein besteht aus Sandstein. Dieser ist neben Materialien wie Kalkstein, Granit oder Vulkaniten einer der wichtigsten Natursteine in und um Leipzig. Er entsteht durch Verfestigungen von lockerem Sand. Aus diesem Grund bezeichnet man ihn auch als Ablagerungs- und Sedimentgestein. Durch verschiedene Ablagerungsprozesse erhält der graue bis gelb-rötliche Stein seine Schichtung. Hauptmineralbestandteil des Steins ist neben Feldspat der Quarz. Je nach Mineralgehalt nimmt der Sandstein seine jeweilige Färbung an. Begibt man sich in Leipzig auf die Suche nach weiteren Bauwerken, bei denen Sandstein für den Aufbau verwendet wurde, stößt man unter anderem auf die Fassade des Opernhauses und das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs. Hierbei wurde vor allem der hellgelbe Elbsandstein aus Pirna und Umgebung verwendet. Bei der Verkleidung der Fassade des Gewandhauses entschieden sich die Architekten für Cottaer Sandstein.


Quarzite des Tertiär im Herzen von Leipzig

Neben Sandstein lassen sich noch andere Gesteine bei einer Exkursion durch Leipzig finden. An den in der Innenstadt gelegenen Gebäuden Thomaskirche und Nikolaikirche sind z.B. Quarzite des Tertiärs und Grauwacke (von Großzschocher) zu sehen. Sie entstanden, ebenso wie der Sandstein, durch die Verdichtung verschiedener Sandsteinschichten. Überwiegend verwendete man die Quarzite in den Grundmauern und dem Sockelbau. Zu finden ist der Stein zum Beispiel im Braunkohlebergbau bei Borna, Witznitz und Profen sowie Berzdorf und Nochten.


Vulkanasche als Kunstelement

Etwas häiufiger verbreitet ist Rochlitzer Porphyrtuff. Das Gestein wird bei Rochlitz in Sachsen abgebaut.
Entstanden ist das rote bis graugelbe Gestein durch den Ausbruch eines Vulkans am Rochlitzer Berg, dessen Aktivität diese inzwischen erkaltete und verfestigte Vulkanasche hervorbrachte. Neben vielen kunsthistorischen Bauwerken ist der Porphyrtuff auch in Leipzig zu begutachten. Man findet ihn etwa am Alten Rathaus, der Alten Nikolaischule und dem Grassimuseum. Verwendet wurde er für gestalterische Architekturelemente wie Fenster- und Türgewände, Simse und Arkaden.


Siehe auch:
In, auf und aus Gestein gebaut - Völkerschlachdenkmal Leipzig
In, auf und aus Gestein gebaut - Gletschersteinpyramide Leipzig-Stötteritz
In, auf und aus Gestein gebaut - Frauenkirche Dresden


Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2019




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