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Putnisit

Ein seltenes Carbonatmineral aus Australien

Auch wenn 2011 offiziell als das Jahr des ersten Fundes von Putnisit gilt, erfolgte die offizielle Namensgebung erfolgte erst im Jahr 2014.
Die Namenspaten des Minerals ist das deutsch-australischen Mineralogen-Duo Christine und Andrew Putnis, die an der Universität Münster tätig sind und sich durch ihre Forschung zur Kristallwachstumsdynamik verdient gemacht haben.

Die Typlokalität von Putnisit liegt im Gebiet von Dundas Shire, unweit der Stadt Norseman im Westen Australiens.


Eigenschaften von Putnisit

Putnisit ist mit der chemischen Zusammensetzung SrCa4Cr3+8(CO3)8SO4(OH)16·23H2O ein Vertreter der Mineralklasse der kristallwasserhaltigen Carbonate und Nitrate.

Die Farbe von Putnisit ist violett bis purpurfarben – vergleichbar mit der Farbe von Fluorit und Amethyst. Die Strichfarbe ist rosa.

Das Mineral kristallisiert dem orthorhombischen Kristallsystem folgend und bildet pseudokubische Kristalle, die von geringer Größe sind (ca. 0,5 mm).

Putnisit weist einen wachsartigen Glanz bei durchscheinender Transparenz auf. Der Bruch ist spröde, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Mit einer Mohshärte von 1,5 bis 2 zählt Putnisit zu den sehr weichen Mineralien. Die Dichte beträgt 2,20 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Putnisit

Putnisit wurde bislang nur an einem Standort in Australien weltweit entdeckt, wobei die Kristalle im Zusammenhang mit Gesteinen vulkanischen Ursprungs gefunden wurden.


Verwendung und Bedeutung von Putnisit

Putnisit reiht sich mit bspw. Perettiit, Fingerit, Phenakit oder Grandidierit in die Riege der sehr selten vorkommenden Mineralien ein. Aus diesem Grund und weil die Kristalle sehr klein sind, ist das Mineral weniger von wirtschaftlicher Bedeutung; vielmehr steht das wissenschaftliche Interesse um Putnisit im Vordergrund.


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Autor: (steine-und-minerale.de)

Letzte Aktualisierung: 18.07.2025

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