Phengit
Phengit - Eine Muskovitvarietät
Die Erstbeschreibung des Minerals Phengit im Jahr 1841 geht auf den Mineralogen Johann Friedrich August Breithaupt (1791 bis 1873) zurück.
Franz von Kobell (1803 bis 1882, Mineraloge) geht 1853 genauer auf den Namen ein, der aus dem Griechischen mit Schein-, Glanz- oder Schimmerstein übersetzt wird und auf den intensiven Glanz von Phengit anspielt.
Eigenschaften von Phengit
Phengit ist eine Varietät des Glimmerminerals Muskovit mit der chemischen Zusammensetzung K(AlMg)2(OH)2(SiAl)4O10, das zur Klasse der Silikatmineralien zählt.
Die International Mineralogical Association (IMA), die sich mit der Bestimmung und Erfassung aller weltweit vorkommenden Mineralien befasst, hat den Status als Varietät von Muskovit nicht anerkannt; vielmehr wird Phengit als Teil der Muskovit-Celadonit-Serie definiert.
Die Farbe von Phengit kann sowohl grün wie auch grau, grünbraun oder graugrün bei weißer Strichfarbe sein.
Phengit kristallisiert dem monoklinen Kristallsystem folgend und bildet tafelige, pseudohexagonale Kristalle, die schuppige oder kompakte Aggregate bilden.
Zudem zeichnet sich Phengit durch eine elastische Biegsamkeit aus, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Phengit ist von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz bei glas- bis perlmuttartigem Glanz.
Die Mohshärte von Phengit beträgt 2,5 bis 3 bei einer Dichte von 2,77 bis 3,0 g/cm³.
Entstehung und Verbreitung: ⇒ siehe Muskovit
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Quellen:
- Breithaupt, J. F. A. (1841): Phengites. IN: Vollständiges Handbuch der Mineralogie
- Kobell, F. v. (1853): Phengit. IN: Die Mineral-Namen und die mineralogische Nomenklatur
- Tschermak, G. (1879): Die Glimmergruppe
- www.mindat.org - Phengit

