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Laterit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Laterit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: laterite | französisch: laterit


Die ziegelrote Farbe von Laterit ist es, welcher der Name des Gesteins zu verdanken ist. Die lateinische Vokabel later wird mit Ziegel übersetzt.


Eigenschaften von Laterit

Laterit ist ein Sedimentgestein, das aus der Verwitterung verschiedener Gesteine in tropischen und subtropischen Klimazonen hervorgeht.
Laterit ist von roter, rotbrauner bis brauner oder schwarzer Farbe, wobei die Dunkeltönung des Gesteins mit dem Alter zunimmt. Begründet wird die Farbintensivierung mit der Oxidation der enthaltenen Minerale.
Die mineralische Zusammensetzung von Laterit wird von Kaolin, Quarz, Limonit, Rutil, Hämatit, Gibbsit, Goethit, Lepidokrokit und Anatas geprägt. Allerdings variiert der Mineralbestand mit dem Standort und dem Ausgangsgestein; immer vertreten sind jedoch diverse Eisen- und Aluminiumoxide.
Das Gefüge von Laterit ist massig, kann aber auch porös oder pisolithisch sein. Das markante Kennzeichen von pisolithischen (erbsenförmigen) kleine Kugeln – meistens aus traubigen Goethit (sog. Glaskopf) bestehend, um die sich die anderen Minerale anlagerten bzw. die Zwischenräume ausfüllen.


Entstehung und Verbreitung von Lateriten

Als Sedimentgestein wird Laterit durch die Zersetzung anderer Gesteine und anschließender Verfestigung des Lockermaterials hervor. Ausgangsgesteine von Laterit sind bspw. Dunit, Peridotit und Serpentinit, die unter feuchte-warmen Klimabedingungen verwitterten. In diesem Fall ist es die chemische Verwitterung, die zum Tragen kommt und dafür sorgt, dass zahlreiche Elemente (z.B. Mg, Ca, Na) ausgewaschen werden. Stattdessen kommt es zu einer Anreicherung von schwer löslichem Eisen und Aluminium bzw. Neubildung von eisen- und aluminiumhaltigen Mineralen wie bspw. Goethit, Hämatit oder Gibbsit.
Bedeutende Laterit-Vorkommen existieren unter anderem in Frankreich, Griechenland, in der Türkei, im Kongo, in Äthiopien, Indien, Indonesien, Malaysia, Australien, Brasilien sowie in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Laterit

Laterit wird seit jeher als Baumaterial genutzt. Dabei wird auf Laterit zurückgegriffen, der älter ist. Mit zunehmendem Alter gewinnt Laterit an Härte und eignet sich als Bau- und Ziegelstein. Teilweise wird Laterit auch abgebaut, um von den Erzgehalten des Gesteins zu profitieren.


Siehe auch:
Verwitterung von Gesteinen
Die Entstehung von Sedimentgesteinen
Merkmale von Gesteinen: Haupt- und Nebengemengteile


Quellen:
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
⇒ Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg

Letzte Aktualisierung: 17. September 2019

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